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HERISAU: Kirchensanierung wird günstiger

Die reformierte Kirche soll für 6,7 Millionen Franken renoviert und mit einem Pavillon erweitert werden. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt wurden 18 Prozent eingespart. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Die Dorfkirche als grösster Veranstaltungsraum im Herzen von Herisau ist sanierungsbedürftig. Das im Herbst 2016 dem Gemeinderat vorgelegte Projekt sei im Rahmen einer Verzichtsplanung um 1,5 Millionen Franken reduziert worden, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde. Gespart wurde unter anderem im Innern der Kirche bei den elektrischen Installationen und bei den Gipser- und Stuckarbeiten, bei der Umgebungsgestaltung inklusive Vorplatzgestaltung mit Brunnen sowie beim neuen Pavillon bezüglich Grösse, Toilettenanlagen und Lagerräumen. Ferner muss der lecke Heizkessel bereits dieses Jahr zu Lasten des Gebäudeunterhalts ersetzt werden.

Der Gemeinderat hat dem reduzierten Sanierungs- und Erweiterungsprojekt zugestimmt und zuhanden des Einwohnerrates verabschiedet. 56 Jahre nach der letzten Innensanierung ist es höchste Zeit, substanzerhaltende Massnahmen zu treffen. So ist die Deckputzschicht oft hohl oder zersetzt sich, die Verschmutzung ist auf allen Oberflächen hoch, die technischen Anlagen sind veraltet. Im Kirchenraum und auf der Empore wird die Sanierung benutzt, um die Sicht und die Akustik zu verbessern. In gutem Zustand befindet sich das Dach.

Neuer Pavillon mit 40 Plätzen

Die vielseitige Nutzung der Kirche bringt jeweils aufwendige Umbauarbeiten mit sich. Damit diese rationeller gestaltet werden können, wird der Lagerraum für Bühnenelemente und Mobiliar im Untergeschoss ausgebaut und über einen Unterflur-Warenlift mit dem Kirchenraum verbunden. Im Aussenbereich soll im Nordwesten ein neuer Pavillon errichtet werden. Dort können künftig Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen stattfinden, für die bisher die Kirche benutzt und beheizt werden musste. Dazu könnten der Kirchenkaffee und Kindergottesdienste gehören. Diese Auslagerung entlastet den Kirchenraum von Substanzschäden sowie Staub- und Schmutzablagerungen, die durch das Aufheizen auf eine angenehme Temperatur entstehen. Ferner sollen ebenerdig eine hindernisfreie Toi­lette und eine Kleinküche eingebaut werden. Diese dient der Bewirtschaftung des Pavillons und Anlässen im Garten. Der Zugang zum Pavillon und auch zur Kirche wird künftig mit einer Rampe auf der Nordseite hindernisfrei möglich sein. Die parlamentarische Kommission hat mit der Beratung des Geschäfts begonnen, es wird voraussichtlich am 20. September im Einwohnerrat behandelt. Wegen des hohen Anteils an nicht gebundenen Kosten soll das Stimmvolk am 26. November über die Vorlage abstimmen. Baubeginn könnte im Sommer 2018 sein.

Gemeindeanteil beträgt vier Millionen

Auf die Gemeinde kommen Investitionen von netto rund vier Millionen Franken zu. In den Gesamtkosten von brutto 6,7 Millionen Franken sind zusätzlich der bereits bewilligte Projektierungskredit, die Denkmalpflegebeiträge sowie die Entnahme von einer Million Franken aus dem Unterhaltsfonds der Kirche enthalten. Der laufende und ausserordentliche Unterhalt sowie die Amortisation der geplanten Investitionen sollen gemäss Vertrag von der Gemeinde zu zwei Dritteln und von der Kirchgemeinde zu einem Drittel getragen werden.Durch Dritte finanziert werden sollen schliesslich 310000 Franken für eine Revision der Orgel. Diese wird von Fachleuten empfohlen, ist aber noch nicht zwingend. Diese Kosten sind deshalb im Kredit nicht enthalten. (gk)

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