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HERISAU: Kein Geld für Herisau: Entscheid aus Bern sorgt für Kopfschütteln

Der Bund will die Neugestaltung des Bahnhofs Herisau auf die lange Bank schieben. Dafür hat Regierungsrat Biasotto kein Verständnis. Er nimmt die Partnergemeinden in der Region St.Gallen in die Pflicht.
Patrik Kobler
«Eines der wichtigesten Projekte»: Gemeinde und Kanton setzten grosse Hoffnungen in die Aufwertung des Herisauer Bahnhofsareal. (Bild: PD)

«Eines der wichtigesten Projekte»: Gemeinde und Kanton setzten grosse Hoffnungen in die Aufwertung des Herisauer Bahnhofsareal. (Bild: PD)

Patrik Kobler

patrik.kobler

@appenzellerzeitung.ch

Auch einen Tag nach der Ankündigung, dass die Neugestaltung des Bahnhofs Herisau nicht in die A-Liste des Aggloprogramms aufgenommen wird, ist die Konsternation gross. Der Entscheid des Bundes komme komplett überraschend, sagt Regierungsrat Dölf Biasotto.

Von einer Ohrfeige an die Appenzeller will er allerdings nicht reden. Denn er ist nach wie vor zuversichtlich, dass das Projekt doch noch in die A-Liste aufgenommen wird. Es brauche jetzt aber die Solidarität und Unterstützung der Gemeinden in der Region St. Gallen-Appenzell. Bis jetzt habe man sehr gut zusammengearbeitet. «Ich zähle darauf, dass das so bleibt», sagt Biasotto. Der Direktor des Departements Bau und Volkswirtschaft kann nicht nachvollziehen, wieso es der Bahnhof Herisau nicht auf die A-Liste geschafft hat, auch weil die Begründung durch den Bund noch nicht vorliegt. Seiner Ansicht nach muss die Neugestaltung des Bahnhofs Herisau prioritär behandelt werden. «Es ist zusammen mit der Ortsdurchfahrt Teufen das zurzeit wichtigste Projekt im Kanton Appenzell Ausserrhoden», so Dölf Biasotto. Die heutige Situation sei nicht mehr zeitgemäss; der Handlungsbedarf unbestritten. Der Bahnhof Herisau sei für rund ein Drittel der Kantonsbevölkerung eine wichtige Verkehrsdrehscheibe.

Gleichzeitig ist das Bahnhofsareal auch eines der interessantesten Entwicklungsgebiete in der ganzen Agglomeration St. Gallen. Den Planern schwebt ein Mix aus Wohnen und Arbeiten vor. «Die Investoren stehen bereit», sagt Biasotto. Seit zehn Jahren arbeiten Kanton und Gemeinde an der Neugestaltung und Aufwertung des Bahnhofs Herisau. Entsprechend weit sind die Pläne fortgeschritten. Alleine der Stapel für den geplanten Kreisel sei 20 Zentimeter hoch.

Während in Herisau eigentlich alles parat wäre, haben es auf die A-Liste auch Projekte geschafft, die zum jetzigen Zeitpunkt kaum mehr als Ideen sind. Dem kann Biasotto nicht viel abgewinnen. Bereits im laufenden Aggloprogramm seien Projekte priorisiert worden, die sich nicht wie erhofft entwickelt hätten – beispielsweise, weil sie sich durch Einsprachen verzögern. Daher konnten auch die finanziellen Mittel nicht aktiviert werden. Biasotto: «Es wäre fatal, wenn sich das wiederholen würde. Auf die A-Liste gehören keine Projekte mit geringen Realisierungschancen.»

Bleibt Herisau auf der B-Liste könnte sich das fürs Appenzellerland wichtige Projekt massiv verzögern. Biasotto rechnet mit mindestens fünf bis sieben Jahren. Das Ganze weckt ungute Erinnerungen an die Umfahrung Herisau. Sie ist zwar seit Jahrzehnten ein Thema, trotzdem wurde die Alpsteinstrasse immer noch nicht von der Blechlawine befreit. Aber eben: Dölf Biasotto ist zuversichtlich, dass für den Bahnhof Herisau der Zug noch nicht abgefahren ist. Vorderhand handelt es sich erst um die Vernehmlassungsvorlage.

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