Herisau kann sich das nicht leisten

«Badiparkplatz erhitzt Gemüter», Ausgabe vom 3. Februar

Robert Alder,
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Gerade einmal neun Parlamentsmitglieder konnten sich für 30 Minuten Gratisparkieren entscheiden - andernorts in Dörfern in der Grösse Herisaus ist dies bis zu 90 Minuten bereits Tatsache. Im Einwohnerrat hatten zwei Personen den Mut, gegen das Parkierungsre­glement zu stimmen. Alle Übrigen begriffen nicht, dass mit höheren Parkgebühren immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner ihre Einkäufe auswärts tätigen. Dazu kommen in Herisau noch die eifrigen Polizeibeamten, welche die Autolenker zusätzlich verärgern. Das trägt auch dazu bei, dass in der Gemeinde ein Laden nach dem andern schliesst. Lehrstellen und Arbeitsplätze gehen verloren, und damit auch Steuergelder. Mit Kunden auf dem Amt für soziale Dienste und einigen sogenannten Künstlern kann Herisau den finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Das müssten eigentlich auch die Exekutivmitglieder einsehen.

Über den Mittag dürfen die öffentlichen Parkplätze auf keinen Fall bewirtschaftet werden. Sonst schliessen bald auch die letzten Speiserestaurants im Dorfkern. Und das gemeindeeigene Schwimmbad, das auf Badegäste dringend angewiesen ist, darf ebenfalls nicht mit Parkgebühren belastet werden. In benachbarten Schwimmbädern sind schliesslich auch Herisauer Badegäste willkommen.

Robert Alder,

Egg 468, Herisau

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