HERISAU: Joggingschuhe als Gefährten

Brigitte Schoch ist eine leidenschaftliche Läuferin. Täglich findet man sie auf einer Laufstrecke rund um Herisau. Am 32. Waldstattlauf im August peilt sie in der Kategorie Jogger und Joggerinnen ein grosses Ziel an.

Ronja Zeller
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«Dehnen ist wichtig, das gehört zu jedem Training dazu.» Meistens tut das Brigitte Schoch vor ihrem Zuhause in Herisau. (Bild: mge)

«Dehnen ist wichtig, das gehört zu jedem Training dazu.» Meistens tut das Brigitte Schoch vor ihrem Zuhause in Herisau. (Bild: mge)

HERISAU. Sie absolvierte seit dem Jahr 2000 jeden einzelnen Waldstattlauf und lief jedes Mal in ihrer Kategorie als Siegerin ins Ziel. Auch dieses Jahr steht ihr Vorsatz fest. Zum 17. Mal auf dem obersten Treppchen stehen.

Brigitte Schoch ist eine engagierte Läuferin und es vergeht kein Tag, am dem sie nicht in ihre Joggingschuhe schlüpft. Für sie ist der Waldstattlauf ein besonderer Wettkampf. Er ist ein fixer Termin in ihrem Kalender, dieses Jahr findet er am 20. August statt. Der Herisauerin gefällt am Lauf, dass man mit den Jahren immer wieder die gleichen Leute trifft. Ausserdem sei die Landschaft, welche man beim Wettkampf durchläuft, einzigartig, vor allem der Aufstieg zum Säntisblick. Schoch hat schon als kleines Kind am Waldstattlauf teilgenommen, dann eine Pause eingelegt, und jetzt seit 15 Jahren keinen Wettbewerb mehr verpasst.

Beste Distanz fünf Kilometer

Die 38-Jährige nimmt auf der einen Seite wegen des Spassfaktors teil, andererseits besitzt sie aber auch den Ehrgeiz zu gewinnen. «Die Konkurrenz wechselt jedes Jahr. Damit sind die fünf Kilometer immer aufs Neue eine Herausforderung», erklärt Brigitte Schoch. Zwar befindet sie sich in der Kategorie Joggerinnen mit fünf Kilometern in ihrer Paradedisziplin, jedoch liegen ihr normalerweise flache Strecken mehr. Der Waldstattlauf ist aber ein Geländelauf und entspricht somit nicht ihren gewöhnlichen Wettkämpfen.

Brigitte Schoch nimmt pro Jahr an rund 20 Läufen teil. Dafür überquert sie auch oft die Schweizer Grenze. Ihre Absicht ist es aber, nicht nur ins Ziel zu kommen, sondern auch eine gewisse Zeit zu laufen. «Bei einem Wettkampf bekommt man direkt eine konkrete Rückmeldung, in welcher Form man sich zurzeit befindet», erzählt Schoch.

Als Kind war Brigitte Schoch im TV Herisau und hatte dort die Disziplin Mehrkampf ausgeübt. Irgendwann hat sie dann aber gemerkt, dass das Laufen ihre grosse Leidenschaft ist. Da sie ihre Ausbildung in Gossau absolviert hatte, ist sie auf die LAG Gossau gekommen, wo sie bis heute Vereinsmitglied ist. Den Laufsport betreibt sie nun seit 28 Jahren. Sie beschreibt den Reiz am Laufen damit, dass man einfach nach draussen gehen könne, wenn man möchte, und dabei den Kopf ausschalten könne. «Beim Laufen lösen sich die Probleme wie von alleine.»

Die passionierte Läuferin trainiert meistens mit ihrer Mutter, mit der sie zusammen auch eine Laufgruppe leitet. Damit wollen sie den Spass am Laufen weitergeben. Mutter und Tochter hält auch kein schlechtes Wetter von einem Training ab. Die Leidenschaft verbindet die beiden.

Strategische Läuferin

«Sie ist eine vernünftige Läuferin. Das heisst, sie kann sich eine Strecke gut einteilen. Konkurrentinnen, welche am Anfang an ihr vorbeiziehen, holt sie am Ende wieder ein», beschreibt Marianne Schoch ihre Tochter.

Strategisches Denken braucht Brigitte Schoch auch ihn ihrem Beruf als Lehrerin. Sie unterrichtet Sport, Werken und Hauswirtschaft an der Oberstufe in Uzwil. Bei fast jedem Wettkampf wird sie an der Verpflegungsstation von ihrer Mutter unterstützt. Ausserdem trägt sie während des Laufes immer ihren Glücksbringer in der Hand, ein Taschentuch. Dieser Glücksbringer wird auch am 20. August am 32. Waldstattlauf wieder dabei sein.