Herisau: Jahresrechnung mit Rekord-Besserabschluss vom Einwohnerrat genehmigt

Ohne Gegenstimme wurde die Jahresrechnung der Gemeinde Herisau im Einwohnerrat genehmigt. Gemeindepräsident Kurt Geser sprach davon, dass trotz düsterer Wirtschaftsprognosen die Investitionstätigkeit beibehalten werde. Die Fraktionen begrüssten dies.

Astrid Zysset
Drucken
Teilen

Erwartungsgemäss wurde die Jahresrechnung 2019 der Gemeinde Herisau an der vergangenen Einwohnerratssitzung ohne Gegenstimme genehmigt. Diese schloss um 5,2 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Gemeindepräsident Kurt Geser sprach denn auch davon, dass der Gemeinderat das Ergebnis hocherfreut zur Kenntnis genommen habe. Das Plus kam abgesehen von Mehreinnahmen bei den Steuern auch dadurch zustande, dass einige Investitionen aufgrund hängiger Einsprachen nicht wie geplant durchgeführt werden konnten. Geser betonte, dass an diesen geplanten Investitionen festgehalten werde. Kürzlich prognostiziert der Kanton, dass die Steuereinnahmen coronabedingt zurück gehen werden. Der Gemeindepräsident zeigte sich "trotz ernüchternder Signale zur aktuellen Finanzlage" dennoch optimistisch:

"Wir sind zwar im Rezessionsmodus, aber eine Normalisierung ist erkennbar."

Investitionen würden hier positiv für die Zukunft wirken.

Eine Haltung, die von den Fraktionen goutiert wurde. Die SP betonte, dass die geplanten Investitionen wichtig für die Entwicklung der Gemeinde seien und dass sie die Chance einer volkswirtschaftlichen Wertschöpfung mit sich bringen würden. Die gleiche Meinung vertraten auch das Gewerbe und die EVP. Die FDP lehnte in ihren Äusserungen zur Jahresrechnung vor allem eine Diskussion zu einer allfälligen Steuersenkung entschieden ab. Man dürfe sich nicht in einer falschen Sicherheit eines Speckgürtels wiegen. Die kommenden Jahre würden nicht einfach.

Der Rechenschaftsbericht wie auch der Bericht der Geschäftsprüfungskommission wurden zur Kenntnis genommen.