HERISAU: Innovativer Allrounder

Das Familienunternehmen Swiss Tracked Forwarder GmbH hat ein neues Fahrzeug für den Einsatz in der Forstwirtschaft entwickelt. Nach drei Jahren tüfteln, startete Anfang des Jahres der Vertrieb der Maschine.

Samira Hörler
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Der Raupenforwarder FM4060 ist ein Eigenprodukt der Swiss Tracked Forwarder GmbH. (Bild: PD)

Der Raupenforwarder FM4060 ist ein Eigenprodukt der Swiss Tracked Forwarder GmbH. (Bild: PD)

Samira Hörler

samira.hoerler@appenzellerzeitung.ch

Vor gut drei Jahren wurde die Firma Swiss Tracked Forwarder GmbH in Herisau gegründet. Hinter der Gründung und dem Aufbau stehen eine gute Portion Leidenschaft und drei Brüder: Elias, Joachim und Sebastian Widmer. Als Forstunternehmen steht die Firma für einen umfassenden Service im Bereich von bodenschonendem Holzrücken bis hin zur Garten- und Sicherheitsholzerei. Das Unternehmen kann auf zehn Jahre Erfahrung in der Bewirtschaftung von Hoch- und Nassmoor während der Sommermonaten zurückblicken. Dazu zählt auch die Naturschutzpflege. Nebst ihren Einsätzen in der Forstwirtschaft tüfteln die Brüder in ihrem Firmensitz in Herisau auch an innovativen Forstmaschinen. Dazu gehört aktuell die Entwicklung, der Bau und der Verkauf des Raupenforwarders FM4060. Dieser ist, im Verhältnis zu sonstigen Forstmaschinen, ein kleines, vielseitig einsetzbares Fahrzeug, zuständig vor allem für den Abtransport von geerntetem Holz.

Umzug nach Degersheim

«Wir haben über drei Jahre in unserer Werkstatt den Forwarder entwickelt und gebaut», so Elias Widmer. «Das Ziel war es, einen kleinen Raupenforwarder für den professionellen Forsteinsatz zu kreieren. Wichtig ist uns die Leistungsfähigkeit, die Rentabilität und dass die Maschine möglichst bodenschonend eingesetzt werden kann.» Der betriebene Aufwand resultierte dieses Jahr im ersten Verkauf des Eigenprodukts. Weitere sollen an die Kunden gebracht werden. «Wir wollen nicht in erster Linie an Unternehmen verkaufen, sondern primär direkt an die Waldbesitzer liefern. Wir bieten hier eine schonende Alternative zu den grossen Maschinen, die sonst in der Forstwirtschaft eingesetzt werden. Mit unserem Forwarder können forstwirtschaftliche Arbeiten mit weitaus weniger gravierenden Folgen für Wald und Boden ausgeführt werden», erklärt Elias Widmer.

Wichtig ist den Brüdern aber nicht nur die Effizienz, sondern auch, dass, wann immer möglich, die Ressourcen für den Bau von regionalen Zulieferern und Verarbeitern kommen. Das Interesse am Eigenbau besteht. «Wir führen Forwarder-Aufträge in der ganzen Schweiz durch. Für die Zukunft hoffen wir, dass wir weitere Raupenforwarder produzieren und verkaufen können. Die Kunden sollen von unserem Produkt so überzeugt sein, wie wir es sind», so Widmer.

Anfang November wird die neue Werkstatt der Firma in Degersheim in Betrieb genommen. Dank mehr Raum und modernerer Einrichtung wird insbesondere der Bereich des Maschinenbaus begünstigt.