HERISAU: Im Zeichen der Musik

Das Kinderfest findet alle zwei Jahre statt. Teil davon sind die Mittagsquartiere, welche schweizweit einzigartig sind. Dass diese Tradition bis heute beliebt ist, zeigt der gestrige Aufmarsch.

Elias Eggenberger
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Mit dem Knall um 11 Uhr rannten die Kinder los zu ihren Mittagsquartieren. (Bild: Elias Eggenberger)

Mit dem Knall um 11 Uhr rannten die Kinder los zu ihren Mittagsquartieren. (Bild: Elias Eggenberger)

Elias Eggenberger

elias.eggenberger@ appenzellerzeitung.ch

Gegen Mittag trafen die Schülerinnen und Schüler auf dem Platz vor dem alten Zeughaus ein. Schon von weit hörbar waren die Tambouren. Vor dem alten Zeughaus zeigte sich ein farbenprächtiges Bild: Jede Schule hatte eine eigene T-Shirt-Farbe. Um 11 Uhr knallte es traditionsgemäss und die Kinder rannten in alle Richtungen davon. Die Jüngeren mit etwas mehr Elan als die Älteren. Ab ging es in die Mittagsquartiere. Diese Tradition ist schweizweit einzigartig in Herisau und hat ihren Ursprung im Jahr 1837.

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Mit dem Umzug um 13.45 Uhr startete der eigentliche Teil des Festes. Eingeläutet wurde auch dieser mit einem lauten Knall. Das Thema des diesjährigen Kinderfestes war «Wir lieben Musik». Infolgedessen präsentierten die Klassen verschiedene Musikstile oder Musiker. An Kreativität mangelte es nicht. Eine Gruppe platzierte beispielsweise einen Pianisten auf dem Anhänger eines Geländewagens. Der Pianist gab während des ganzen Umzuges Stücke zum Besten. Eine andere Klasse wählte das Sujet Filmmusik und überzeugte mit liebevoll gestalteten Plakaten zu Klassikern wie «Star Wars», «Indiana Jones» und «Fluch der Karibik». Sie spielten Filmmusik ab und wollten vom Publikum wissen, aus welchem Klassiker die Musik stammte. Dabei schreckten sie nicht davor zurück, bei Gemeindepräsident Renzo Andreani nachzufragen. Ob er die «Fluch der Karibik»-Titelmusik erkannte, bleibt offen. Für die musikalische Umrahmung des Umzuges sorgten zudem die Tambouren, die United Maniacs Pipes & Drums, der Musikverein Herisau und die Musikgesellschaft Schwellbrunn. Wie jedes Jahr war auch dieses Jahr die Landgruppe vertreten. Die kleinen Mädchen und Knaben in den schönen Trachten sorgten für den Jöö-Effekt. Kompetent führte der junge Frontmann der Gruppe eine kleine Geissenherde durch Herisau. Auch die Ehrengäste zogen gestern durch die Gemeinde. Darunter Landammann Paul Signer, Kantonsrat Yves Noël Balmer, Einwohnerratspräsidentin Barbara Zeller und verschiedene Gemeinderatsmitglieder. Nach dem Umzug trafen sich die Kinder auf der Ebnet, wo auch viele Eltern an den Festlichkeiten teilnahmen. Die Schulen verzauberten das Publikum mit Akrobatik, Tanz und Gesang. Auch diversen Bands gelang der Auftritt. Die Festrede hielt Gemeinderätin Annette Joos-Baumberger. Sie sagte, dass es immer wieder eine Freude sei, an das Kinderfest zu kommen. «Wo die Sprache aufhört, beginnt die Musik», spielte sie auf das Motto an. Für Freude sorgte aber vor allem der Schlusssatz: «Ihr habt morgen alle frei.»