HERISAU: Herausforderung gemeistert

Seit dem Frühsommer wird im Dorfzentrum das Bauprojekt Rosenaupark realisiert. Gestern wurde ein wichtiges Etappenziel gefeiert.

Patrik Kobler
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Bauführer Peter Hengartner von der Firma Hastag, Ingenieur Tobias Rüesch, Baukommissionspräsident Ernst Bischofberger und Giorgio Pantano von der Firma Slongo bedanken sich auf ihre Weise bei der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. (Bild: Patrik Kobler)

Bauführer Peter Hengartner von der Firma Hastag, Ingenieur Tobias Rüesch, Baukommissionspräsident Ernst Bischofberger und Giorgio Pantano von der Firma Slongo bedanken sich auf ihre Weise bei der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. (Bild: Patrik Kobler)

Patrik Kobler

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@appenzellerzeitung.ch

Die Baustelle zwischen Spital und Migros hat eindrückliche Dimensionen: Fast 20000 Kubikmeter Aushubmaterial wurden seit dem Baubeginn im Mai abtransportiert. Die Baugrubensicherung mitten im überbauten Gebiet stellte für die Fachleute eine echte Herausforderung dar. 2700 Kubikmeter Beton, 330 Tonnen Stahl und 2600 Meter Ankerseile für die Verankerung der Baugrubenwände waren nötig. Ausgeführt wurden die Arbeiten von den Firmen Hastag AG (Spezialtiefbau) und Slongo AG (Baumeister). Die Bauleitung obliegt der «rsp bauleitung ag».

Gestern konnte das erste Etappenziel gefeiert werden, denn der Aushub ist fertig und die letzte Etappe der Bodenplatte im untersten Geschoss betoniert. «Dieses ehrgeizige Ziel konnten wir erreichen, weil alle Baubeteiligten echte Höchstleistung erbracht haben», sagte Ernst Bischofberger, Präsident der Baukommission Rosenaupark. Auch Ingenieur Tobias Rüesch richtete an der gestrigen Feier lobende Worte an die Anwesenden. Es sei hochstehende Arbeit geleistet worden. Weil ihn die riesige Grube an den Bergbau erinnere, dankte er auch dessen Schutzgöttin, der heiligen Barbara. «Ich bin mir sicher, dass sie über uns gewacht hat», sagte er. Denn die Arbeiten hätten ohne Unfall abgeschlossen werden können. Als Dank spendierte er eine Flasche Champagner. Der Schaumwein landete allerdings nicht in den Kehlen der Bauarbeiter und Bauherrenvertreter, sondern als Ehrerbietung an die heilige Barbara an der Grubenwand sowie auf der Bodenplatte.

Nun tritt das Projekt in die nächste Phase: Sofern es die Wetterverhältnisse zulassen, starten am 9. Januar die Hochbauarbeiten. Ernst Bischofberger ist zuversichtlich, dass die 40 Wohnungen im Sommer 2018 bezugsbereit sind. Die Nachfrage sei gross, es gebe bereits 36 Reservationen. Die Siedlungs- und Baugenossenschaft Hemetli investiert 24,2 Millionen Franken in die Wohn- und Alterssiedlung im Herisauer Dorfzentrum, in der auch eine Gemeinschaftspraxis für Ärztinnen und Ärzte, die heute im «Brunnenhof» praktizieren, vorgesehen ist. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf 27 Millionen Franken. Bischofberger wagt nach Abschluss der aufwendigen ersten Etappe die Prognose, dass der Kostenvoranschlag eingehalten wird.

Auch das zweite «Hemetli»-Bauprojekt schreitet zügig voran. Die 22 Wohnungen beim alten Feuerwehrdepot sollen bereits im kommenden Mai bezugsbereit sein. Alle Wohnungen sind reserviert.