HERISAU: Gemeinde lässt Kunden im Regen stehen

Die Regiobushaltestellen bei der Migros Walke bieten keine Sitzgelegenheiten für wartende Passagiere, und auch vor Nässe schützen sie nicht. Besserung ist aber in Sicht.

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Die Bushaltestelle wird mit einer Sitzgelegenheit ausgestattet. (Bild: ALE)

Die Bushaltestelle wird mit einer Sitzgelegenheit ausgestattet. (Bild: ALE)

Wer bei der ehemaligen Migros im Zentrum auf den Bus wartet, kann im gedeckten Bushäuschen sitzen. Am neuen Standort in der Walke präsentiert sich die Haltestelle in tristem Rahmen und dies auf beiden Strassenseiten. Lediglich ein Regiobusschild weist auf die Haltestelle hin. Es gibt weder eine Sitzbank noch ein Dach oder ein Häuschen.

Auf Facebook in der Rubrik «Du bisch vo Herisau, wenn…» weist der pensionierte Herisauer Lehrer Toni Schwitter auf diesen Missstand hin. Er würde sogar eine Bänkli-Sammelaktion starten. «Oft sind es ältere Menschen, die mit dem Bus zum Einkaufen fahren. Besonders sie würden zumindest eine Sitzbank schätzen», sagt Toni Schwitter. Er könne nicht verstehen, dass die Gemeinde die Migros-Haltestelle ohne Sitzgelegenheit geplant habe, so Schwitter.

Bei der Gemeinde Herisau, welche für die Bushaltestellen zuständig ist, kennt man das Problem. Benedikt Geel, Leiter der Technischen Dienste, sagt: «Bereits bei der Planung des Migros-Provisoriums habe ich empfohlen, die Haltestelle mit Dach und Bank auszustatten. Die Migros reagierte aber erst am 13. Februar, nachdem zahlreiche Kunden, welche den Bus nutzen, reklamiert hatten.» Inzwischen wurde wegen der geplanten Überbauung eine grosse Stützmauer errichtet. Ein schützendes Dach müsste an die Mauer geschraubt werden. Zudem wäre eine Sitzbank im Winter für die Schneeräumequipe ein Problem, so Geel. Die Gemeinde Herisau wird in den nächsten Tagen eine Sitzbank Fahrtrichtung Zentrum installieren. «Die Bank bleibt, wie die anderen Sitzbänke der Gemeinde, bis zum Winter stehen, sofern nicht vorher eine andere Lösung gefunden wird», sagt Benedikt Geel.

Andy Lehmann

andreas.lehmann@appenzellerzeitung.ch