HERISAU: Gebäude optimal genutzt

Die Huber + Suhner AG eröffnet ein neues Spritzgusswerk in der Mühle und gibt den Standort Tüfi auf. Investiert wurde ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag.

Alessia Pagani
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Blick in die neue Spritzgussfertigung an der Degersheimerstrasse. (Bilder: Alessia Pagani)

Blick in die neue Spritzgussfertigung an der Degersheimerstrasse. (Bilder: Alessia Pagani)

Alessia Pagani

alessia.pagani@appenzellerzeitung.ch

Gestern war ein freudiger Tag für Urs Ryffel. Der künftige CEO der Huber + Suhner AG konnte in Herisau Kunden, Lieferanten und einem Teil der Belegschaft die neue Spritzgussproduktion vorstellen. Diese wurde vom Gebiet Tüfi zum bestehenden Hauptsitz an der Degersheimerstrasse verlegt. Der bisherige Standort wurde an das ortsansässige Unternehmen Hawiag Laser AG verkauft. 35 Mitarbeiter der Huber + Suhner AG haben ihre Arbeitsplätze an die neue Spritzgussfertigung verlegt. «Wir schätzen uns glücklich, das Projekt mit seinem ambitiösen Zeitplan termingerecht abgeschlossen zu haben», sagt Ryffel.

Im vergangenen Jahr stand das Unternehmen vor der entscheidenden Frage, ob es weiter in der Spritzgusstechnologie mitmischen will oder ob diese ganz aufgegeben wird. Der alte Standort sei alles andere als optimal gewesen, so Ryffel. Das Gebäude war verwinkelt und die Wege lang, das Raumklima mit grossen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter für eine präzise Produktion unvorteilhaft und der Zugang zu zentralen Diensten umständlich. Am neuen Standort liegt die gesamte Produktion auf einer Ebene, die Anlieferung und die Rohstoffzulieferung ist zentralisiert und die Produktionsräume verfügen über eine neue und klimafreundliche Lüftung, welche die Räume im Sommer durch eine Wärmepumpe mit Quellwasser kühlt. Die konstanten klimatischen Bedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine präzise Fertigung. Zudem können die Mitarbeiter nun einfacher die hauseigenen Angebote wie das Personalrestaurant nutzen.

«Unsere Firma ist Spritzguss-pionierin. Diese Technik ist bei der Herstellung von Komponenten eine Schlüsseltechnologie, die uns seit Jahrzehnten begleitet. In Bezug auf die Präzision bei der Verarbeitung sind wir an der Spitze. Das unterscheidet uns von anderen Unternehmen», erklärt Urs Ryffel. Mit der neu genutzten Produktionshalle könne gemäss Ryffel die Basis für den Verbleib an der Spitze geschaffen werden.

Ein Bekenntnis zu Herisau

«Das Angliedern an den Hauptsitz an der Degersheimerstrasse ist als Bekenntnis zu Herisau zu verstehen. Zudem stellen wir uns dadurch für die Zukunft auf», so Ryffel. Investiert wurde ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag. Ein Teil wurde in das Gebäude investiert – in die Fassade und einen Anbau – der Rest in neue Maschinen und Einrichtung. Im Winter sei die Produktion während sechs Wochen eingeschränkt gewesen. Dort wo jetzt die Spritzgussarbeiten gemacht werden, war zuvor ein Teil der mechanischen Fertigung. Diese wurde im Nebengebäude zentralisiert. «Nun ist das Gebäude besser genutzt.»