«Herisau - eine Perle zum Polieren»

HERISAU. Am Dienstag sind Resultate zur Zentrumsentwicklung von Herisau vorgestellt worden. Das Hauptziel: Herisau soll ein Zentrum erhalten, das schöner und vor allem verkehrsberuhigter ist. Damit will man die Attraktivität steigern.

Helena Städler
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Die Projektgruppen «Zebra», Hochschule Chur und «Barão-Hutter». (Bild: Helena Städler)

Die Projektgruppen «Zebra», Hochschule Chur und «Barão-Hutter». (Bild: Helena Städler)

Die drei Planungsgruppen «Zebra», «Barão-Hutter» und die Hochschule Chur haben ihre Ziele zur Verschönerung von Herisau visualisiert. Jedoch sind das nur erste Ideen und keine fixen Entscheidungen. Am Dienstag wurden diese im Casino präsentiert. Herisau soll ein Zentrum erhalten und für Herisauerinnen und Herisauer sowie Auswärtige wieder attraktiv werden.

Herisau soll Merkmal erhalten

Nach einer kurzen Einführung stellte Christian Wagner, Professor der Hochschule Chur, seine Resultate vor. Wichtig sei es, Herisau ein Merkmal zu verleihen. Herisau brauche auf die jahrhundertealte Markttradition zurückzugreifen und wöchentlich einen Grossmarkt zu veranstalten, der die Ostschweizer nach Herisau locke. Zudem ist es nötig, den Verkehr vom neuen Dorfzentrum fernzuhalten. Der Verkehr werde durch einen offenen Tunnel zwischen der Poststrasse und der evangelischen Kirche umgeleitet.

Die Herisauer Quartiere und Plätze möchten auch das Projektteam «Barão-Hutter» von den Autos befreien. Die Autos sollen nicht mehr in den Quartieren parkieren. Man möchte den Verkehr und die Fussgänger trennen, um eine bessere Lebensqualität in den Herisauer Ortsteilen zu schaffen. Herisau könne dadurch seine Qualitäten nutzen. Die Quartiere werden verschiedenen Mottos zugewiesen, welche Herisau schöner erscheinen lassen. «Barão-Hutter» will an der Vegetation in Herisau arbeiten und dies in den verschiedenen Viertel einbringen.

Zweite «Sonne» für Herisau

Zusätzlich soll über dem Obstmarkt ein grosser, leuchtender Ballon als zweite «Sonne» für Herisau scheinen. Dies gilt als Symbol für die Gemeinsamkeit von Herisau und leuchtet über das Dorf.

Auch das Projektteam «Zebra» möchte die Herisauer Quartiere vom Verkehr schützen. Damit ein Dorfzentrum entsteht, soll das zentrale Dorfleben mit einem vielfältigen Angebot an Läden und Restaurants zwischen dem Coop und der Migros angekurbelt werden. Zusätzlich ist geplant, die Plätze und Strassen gestalterisch aufzuwerten.

Bewohner darf mitentscheiden

Nach der Vorstellung der drei Studien diskutierten die Anwesenden darüber. Werner Frischknecht stellte daraufhin 19 Thesen vor: Darunter beispielsweise jene, wie der Zugang zum «Rosengarten» verbessert werden könnte. Die 110 Anwesenden durften mit roten Klebern die verschiedenen Veränderungsthesen bewerten. Die Vorstellung wurde durch den Gemeindepräsidenten Renzo Andreani beendet. Er bedankte sich für das Engagement der Zukunftswerkstatt und fügte hinzu, dass Herisau bereits eine Perle sei, diese aber noch poliert werden müsse.

Die Herisauer und Herisauerinnen, die nicht an der Präsentation teilnehmen konnten und ihre Meinung kundgeben wollen: unter blog.herisau.ch kann man diese zu den diversen Thesen kundtun. Zudem findet vom 22. April bis 5. Mai die Ausstellung der Vorschläge im Foyer des Treffpunkts statt.