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HERISAU: Eine Heimat für alle

Die Baugenossenschaft «Hemetli» feiert dieses Jahr das 75-Jahr-Jubiläum. Im Laufe der Jahre haben sich die Ansprüche an Wohnungen geändert, nicht aber ihr Zweck.
Simon Roth
Trotz kalter Temperaturen gehen die Bauarbeiten beim Rosenaupark weiter. Die Fertigstellung ist per Ende Juni geplant. (Bild: Simon Roth)

Trotz kalter Temperaturen gehen die Bauarbeiten beim Rosenaupark weiter. Die Fertigstellung ist per Ende Juni geplant. (Bild: Simon Roth)

Simon Roth

simon.roth@appenzellerzeitung.ch

Die nächste Generalversammlung der Genossenschaft «Hemetli» wird eine ganz besondere. Seit 75 Jahren schafft sie als Siedlungs- und Baugemeinschaft bezahlbaren und attraktiven Wohnraum in Herisau. Der im Jahr 1943 festgelegte Gründungszweck ist noch heute aktuell: Gemeinnütziger Wohnungsbau für die Genossenschafter zu gewährleisten. Dies, obwohl auch die Genossenschaft dem Wandel der Zeit ausgesetzt ist, und infolgedessen sein Hauptaugenmerk immer wieder anpassen muss.

Angefangen hatte alles mit dem Bau einer Einfamilienhaussiedlung mit vier Häusern im Wilen-Quartier. In der Gemeinde Herisau mangelte es damals vor allem an preisgünstigen Wohnungen, wie der Jubiläumsbroschüre der Genossenschaft zu entnehmen ist.

Intensive Monate nach Gründungsversammlung

Die Monate nach der Gründungsversammlung am 11. September 1943 waren intensiv. Die Verwaltungsmitglieder trafen sich zu elf Sitzungen und führten zwei Generalversammlungen durch. Am Anfang drehte sich alles um die Akquisition von Geldern, um Boden zu kaufen und Häuser zu bauen. In den ersten 20 Jahren wurden mehrere Wohnbauten mit knapp 80 Wohnungen realisiert. Heute umfasst der Besitz der Genossenschaft 19 Liegenschaften mit 288 Wohnungen.

Mitte der 60er-Jahre fokussierte sich die Genossenschaft auf den Bau von Alterswohnungen. Ende 1996 existierten in Herisau 86 «Hemetli»-Wohnungen für betagte Menschen. In den zehn Jahre darauf erhöhte sich diese Zahl um die Hälfte. Die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnbau war ungebrochen, nicht alle Interessenten konnten berücksichtigt werden. So auch beim aktuellsten Neuerwerb: Viele der Wohnungen in der Liegenschaft «Alti Füürwehr» waren lange im Voraus reserviert.

Die Jubiläumsbroschüre unterscheidet drei Phasen des Wohnungsbaus: Familienwohnungen (1943–1968), Alterswohnungen (1968–2007) und aktuell werden die grössten Investitionen der Genossenschaftsgeschichte für die Überbauung Rosenaupark getätigt. Mit diesem Bau beginne nun eine Phase der Konsolidierung, sagt Präsident Fredi Züst. «Die Überbauung entspricht den Bedürfnissen der Genossenschafter.»

Instandhaltung als Werterhaltung

Auch die Ansprüche der heute über 1100 Genossenschafter haben sich verändert: Sie wollen mehr Wohnfläche, bessere Ausstattung oder einen Balkon. Stets wurde in die Instandhaltung der Wohnungen investiert. Heute steht die Genossenschaft auf soliden Beinen. Das Kapital hat sich von 800000 auf 14,1 Millionen Franken vervielfacht. Es ist nicht zuletzt das Vermächtnis der bisher nur vier Präsidenten Ulrich Solenthaler (1943–1963), Hans Waldburger (1963–1996), Heini Giezendanner (1996–2012) und aktuell Fredi Züst.

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