Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HERISAU: Die Migros ist auch eine Post

Seit Anfang Februar bietet die Migros Walke einen neuen Testservice: Am Kundendienst können Pakete versandt sowie Pakete und eingeschriebene Briefe abgeholt werden.
Karin Erni
Judith Carrera misst ein Postpaket, das am Kundendienst abgegeben wurde. (Bild: Karin Erni)

Judith Carrera misst ein Postpaket, das am Kundendienst abgegeben wurde. (Bild: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Der Onlinehandel boomt. Von diesem Kuchen wollen sich auch die Grossverteiler ein Stück abschneiden. Im Rahmen eines Pilotprojekts testen sie eine Zusammenarbeit mit der Post. In ausgewählten Filialen können Kunden einkaufen und gleichzeitig Pakete aufgeben oder abholen. Im Appenzellerland sind die Migros-Filialen Walke und jene im Dorf Appenzell Teilnehmer am Projekt.

Die Abgabe eines Pakets ist einfach und ohne Registrierung möglich. Bei der Abholung einer Sendung in einer Migros Filiale ist allerdings eine einmalige Registrierung auf www.post.ch notwendig. Wer über ein solches Benutzerkonto verfügt, kann sich den Online-Einkauf jeweils in die gewünschte Filiale liefern lassen. Diese haben längere Öffnungszeiten als die Poststellen, was vor allem für Berufstätige praktisch ist. Die Post betont, die neue Möglichkeit führe zu keinen Schliessungen bestehender Poststellen, da die Kunden für alle anderen Dienstleistungen weiterhin auf die Post gehen müssten.

Mitarbeiter wurden geschult

Unter dem Namen «PickMup» bestand bereits seit längerem die Möglichkeit, dass man seine online bestellte Lieferungen in einer Migros-Filiale abholen konnte. Diese Dienstleistung war bislang aber nur für Online-Shops wie Digitec, Galaxus oder Leshop erhältlich, die zur Migros-Gruppe gehören. Neu ist, dass man nun sämtliche Pakete beim Grossverteiler abholen kann. Sie hätten für diesen neuen Service keine Investitionen tätigen müssen, erklärt Filialleiter Kurt Wessner. «Einzig genügend Platz zur Lagerung der Pakete muss vorhanden sein.» Die Post habe den notwendigen Scanner zur Verfügung gestellt und auch die Schulung des Personals übernommen. «Das war nötig, denn mit dem Entgegennehmen und Herausgeben der Pakete sind auch neue Arbeitsabläufe verbunden, mit denen die Mitarbeiter bisher nicht vertraut waren.» Sie würden während des gesamten Pilotversuchs durch die Post begleitet. Für jedes bearbeitete Paket erhält die Migros-Filiale eine kleine Entschädigung. «Deswegen müssten wir es aber nicht machen», sagt Wessner lachend. «Unser Ziel ist, zusätzliche Kunden in den Laden zu bringen.» Bereits seien die ersten Päckli abgegeben worden. Er freut sich, dass der Service schon gut angenommen wurde. Um die Abwicklung zu vereinfachen, werden die Pakete mit einer Art Massstab vermessen und in eine von drei Preiskategorien eingeteilt. Einmal pro Tag, jeweils kurz nach dem Mittag, holt die Post die abgegebenen Pakete in den Läden ab.

Der «PickMup»-Pilotversuch wird in der Ostschweiz in neun Migros-, vier Denner-Filialen und zwei Migrolinos durchgeführt. Er dauert noch bis Ende Juni. Danach ziehen die Partner Bilanz und legen gemeinsam fest, ob das Modell den Bedürfnissen der Kunden entspricht und ob es in der gesamten Schweiz angeboten werden soll. Alle Informationen zum Pilotprojekt findet man unter: www.pickmup.ch/post.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.