Herisau: Der Postplatz soll ab 2020 sicherer werden

Die Gemeinde Herisau reagiert auf eine Petition. Sie plant Sicherheitsmassnahmen beim Postgebäude.

Jesko Calderara
Drucken
Teilen
Insbesondere für Fussgänger ist die Situation vor der Post Herisau nicht ungefährlich.

Insbesondere für Fussgänger ist die Situation vor der Post Herisau nicht ungefährlich.

Bild: Alessia Pagani

Der Gemeinderat Herisau will die Verkehrssituation vor der Post möglichst 2020 mit Übergangslösungen verbessern. Dies kündigte er in einer Medienmitteilung an. Damit reagiert der Gemeinderat auf die Petition «Sicherheit vor der Post», welche Jutta Barth am 18. September eingereicht hatte. 156 Einwohnerinnen und Einwohner haben das Anliegen unterschrieben. In der Petition wird die Gemeinde aufgefordert, noch dieses Jahr Massnahmen zur Vermeidung von Unfällen vor der Post zu treffen.

Der Gemeinderat kenne die schwierige Verkehrssituation vor dem Postgebäude Herisau und sei daher bestrebt, eine nachhaltige Verbesserung der Situation herbeizuführen, heisst es in der Mitteilung.

Viele Interessen erschweren Lösung

Infolge der vielen unterschiedlichen Ansprüche an diesen Raum und an die Poststrasse könne dies nur über eine Gesamtbetrachtung geschehen. Dabei bedürfen die Themen behindertengerechte Bushaltestellen, öffentliche Parkplätze, Zu- und Wegfahrt zu möglichen neuen Tiefgaragen (Casino und Sandbüel), Fussgängerquerungen sowie die gestalterische Aufwertung einer vertieften Betrachtung. Eine Konsensfindung, die Planung, das Bewilligungsverfahren und die Umsetzung brauchen gemäss dem Gemeinderat erfahrungsgemäss viel Zeit. Daher sollen im kommenden Jahr zunächst Übergangslösungen umgesetzt werden, welche die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer vor der Post verbessern. Dabei wird eine Entflechtung von Parkierung, Fussgängern und Busbenutzenden angestrebt.

Da das Postgebäude nicht Eigentum der öffentlichen Hand ist, sind kurzfristige Änderungen des Parkplatzregimes oder Aufhebungen von Parkplätzen nur einvernehmlich mit dem Liegenschaftseigner und dem Postbetrieb zu erreichen. Die Zustimmung des kantonalen Tiefbauamts und der Kantonspolizei sind ebenfalls Voraussetzung für das erforderliche Bewilligungsverfahren. Erste Gespräche mit den Eigentümern und der Verwaltung haben stattgefunden. Mit einer Änderung des heutigen Verkehrs- und Parkierungsregimes sind auch bestehende Dienstbarkeitsverträge zwischen der Gemeinde und dem Liegenschaftseigner anzupassen. Allfällige Kündigungsfristen von bestehenden Verträgen sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Im besten Falle können erste Massnahmen 2020 umgesetzt werden. Der Gemeinderat und das damit beauftragte Ressort Tiefbau/Umweltschutz sind bestrebt, dieses Ziel zu erreichen. Eine Umsetzung bereits auf Ende 2019 ist allerdings nicht möglich. (gk/cal)

Aktuelle Nachrichten