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HERISAU: Der grosse Schritt in Sicht

Am Montagabend informiert der Gemeinderat über das Planungsverfahren für die Neugestaltung des Bahnhofareals. Danach ist die Mitwirkung der Bevölkerung gefragt.
Astrid Zysset

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Herisaus Jahrhundertprojekt steht vor einem entscheidenden Schritt. Am Montagabend informiert der Gemeinderat über den Teilzonenplan, wie auch den Teilrichtplan für die Neugestaltung des Bahnhofareals. Letzterer ist verbindlich für die Behörden, und enthält vor allem Strassen- und Fussgängerverbindungen sowie generelle Vorgaben für die künftige Bebauung. Der Teilzonenplan regelt hingegen, was baulich realisiert werden darf. Das gesamte Gebiet ist heute weitgehend der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen sowie dem Gewerbegebiet zugewiesen. «Wir streben eine durchmischte Nutzung an», so Andreas Irniger, Leiter Ortsplanung und Gemeindeentwicklung. Will heissen: Dienstleistungen, Wohnen und Gewerbe sollen künftig dort untergebracht werden. Der Teilzonenplan sieht vor, das gesamte Gebiet in Kernzonen umzuzonen. Und zwar in solche mit je einem acht- und einem siebengeschossigen Bau. Ein bis zu 29 Meter hohes Bürogebäude könnte so neben dem Bushof entstehen. Die Betonung liegt aber auf «könnte». Investoren, die genau eine solche Anzahl Geschosse verlangen würden, gibt es bislang noch nicht. «Wir möchten aber die baurechtlichen Möglichkeiten schaffen», so Irniger weiter.

Coop nicht mehr mit von der Partie

Gegen die Kirche hin ist ein siebengeschossiges Gebäude, das zur Bahnhofstrasse hin jedoch nur viergeschossig in Erscheinung tritt, geplant. In diesem war einst die Unterbringung des Coops angedacht. Doch das Detailhandelsunternehmen sieht von dieser Möglichkeit inzwischen ab. Am monumentalen Kopfbau hält die Gemeinde aber fest. Die beiden grossen Gebäude brauche es aus städtebaulichen Überlegungen, um den Bahnhofsplatz «einzufassen.» Und die sieben Geschosse gelte es zu relativieren. Drei Stockwerke brauche es bereits, um die Höhendifferenz zur Bahnhofstrasse auszugleichen. Trotzdem: Irniger kann sich gut vorstellen, dass genau diese beiden Hochbauten am Montagabend Anlass zu Diskussionen geben könnten. Die Bevölkerung ist nach dem Informationsanlass eingeladen, bis zum 15. Dezember Stellungnahmen einzureichen. Diese will der Gemeinderat wenn möglich berücksichtigen. Damit soll späteren Einsprachen bei der Auflage vorgebeugt werden. Die Auflage für den Teilzonenplan ist für Frühjahr vorgesehen. Voraussichtlich im November 2018 stimmt dann die Bevölkerung über die kantonale Vorlage zur Kreiselverschiebung wie auch den Kredit für die Realisierung des Bushofes samt Bahnhofplatz ab. Gemäss heutigem Stand kostet die Gemeinde diese Bahnhofsneugestaltung rund 15 bis 17 Millionen Franken – abhängig auch von den Beiträgen des Bundes im Rahmen des Agglomerationsprogramms. Der Teilrichtplan kommt nicht vors Volk. Er geht an den Einwohnerrat und wird anschliessend vom Regierungsrat erlassen.

Hinweis

Der Informationsanlass findet am Montag um 20 Uhr im Casino Herisau statt.

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