HERISAU: Bundesasylunterkunft in Herisau geschlossen

Das Staatssekretariat für Migration hat die Bundesasylunterkunft Herisau wie vorgesehen nach acht Monaten geschlossen. Betreut wurden rund 450 Asylsuchende.

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Maximal hundert Flüchtlinge fanden während acht Monaten Platz im Asylzentrum in Herisau. (Bild: Themenbild: APZ)

Maximal hundert Flüchtlinge fanden während acht Monaten Platz im Asylzentrum in Herisau. (Bild: Themenbild: APZ)

Die Bundesasylunterkunft in der Geschützten Operationsstelle/Sanitätshilfsstelle Herisau wurde während acht Monaten genutzt und bot Platz für maximal 100 Personen. Seit der Inbetriebnahme am 18. April 2016 wurden insgesamt 456 Asylsuchende in Herisau untergebracht. Die grosse Mehrheit dieser Personen befand sich in einem Dublin-Verfahren und wartete auf die Überstellung in einen anderen Dublin-Staat. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Herisau betrug 37 Tage. Wie es in einer Medienmitteilung der Kantonskanzlei heisst, wird die gemeinsame Betreuung der Asylsuchenden durch professionelle Organisationen und den Zivilschutz von Appenzell Ausserrhoden durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) als erfolgreich bewertet. Diese Kooperationsform war auch schon in der Bundesasylunterkunft Heiden zweckmässig. Die Zivilschutzdienstleistenden wurden vor allem für Personentransporte und einfache Betreuungsaufgaben eingesetzt. Die Asylsuchenden konnten ausserdem an gemeinnützigen Beschäftigungsprogrammen mitwirken, z. B. bei Arbeiten im Forst, bei Bachräumungen oder Instandstellungen von Wegen. Die Betreuungsarbeit wurde ergänzt durch Freizeitangebote sowie Kleider- und Spielsachenspenden von freiwilligen Helferinnen und Helfern aus der Gemeinde Herisau.

Abläufe bei Bedarf angepasst

Die Unterbringung der Asylsuchenden in Herisau verlief weitgehend problemlos. Die Gemeinde Herisau setzte eine Begleitgruppe ein, in der das SEM, die Sicherheits- und Betreuungsfirmen, der Zivilschutz, das Spital, die Schule, die Gemeinde, der Detailhandel und die Kantonspolizei vertreten waren.

Die Begleitgruppe des Bundesasylzentrums stellte sicher, dass rasch auf Meldungen aus der Bevölkerung reagiert wurde und Abläufe bei Bedarf angepasst wurden, heisst es in der Medienmitteilung der Kantonskanzlei abschliessend. (kk)