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HERISAU: Bund verpasst den Appenzellern eine Ohrfeige

Der Bund will sich in der Region St. Gallen in den nächsten Jahren mit 110 Millionen Franken an Projekten zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur beteiligen. Ein Projekt aber fehlt: der Bahnhof Herisau.
Patrik Kobler
Für 38 Millionen Franken soll der Bahnhof Herisau aufgewertet werden – der Bund stellt nun das Vorhaben in Frage. (Bild: PD)

Für 38 Millionen Franken soll der Bahnhof Herisau aufgewertet werden – der Bund stellt nun das Vorhaben in Frage. (Bild: PD)

Eine Medienmitteilung sorgte am Mittwochnachmittag für Kopfschütteln im Appenzellerland: Das Projekt Bahnhofplatz und Bushof in Herisau hat es nicht auf die sogenannte A-Liste des Agglomerationsprogramms St.Gallen-Bodensee geschafft. Für das Jahrhundertprojekt am Bahnhof Herisau würden keine Bundesgelder aus Bern fliessen.

Zur Erinnerung: Der Bahnhof Herisau soll für rund 38 Millionen Franken gänzlich neu gestaltet werden. Rund ein Drittel der Kosten hätte der Bund übernehmen sollen. Vorgesehen ist, einen neuen Bahnhofplatz wie auch Bushof zu gestalten. Ein Dach würde die neue Zone überspannen. Ein Zweites ist über dem "Zentralplatz" zwischen SOB Bahnhofgebäude und Post angedacht. Durch die Neugestaltung soll der Bahnhof attraktiver, sicherer in punkto Verkehrsführung und behindertengerecht werden. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde, des Kantons, der Post, der Regiobus AG, der Appenzeller Bahnen, der Südostbahn wie auch der Verkehrsbetriebe Herisau. "Bislang sei das Projekt immer positiv bewertet worden", sagt Gemeindepräsident Renzo Andreani.

Jetzt folgt aber die grosse Ernüchterung. In einer Medienmitteilung wurde am Mittwoch bekannt gegeben, dass sich der Bund in der Region St.Gallen-Bodensee mit rund 110 Millionen Franken an den geplanten Verkehrsinfrastrukturprojekten im Umfang von rund 380 Millionen beteiligen wird. Unterstützt werden beispielsweise der Bushof Amriswil, die Gleisquerung Romanshorn und ein grösseeres Massnahmenpaket für den Fuss- und Veloverkehr.

Erste Reaktion: "Das ist völlig unverständlich"

Der Bahnhof Herisau aber fehlt auf der A-Liste. Das sei völlig unverständlich, heisst es in einer Stellungnahme des Aggloprogramms St.Gallen-Bodensee. Darin zitiert wird auch der Ausserrhoder Regierungsrat Dölf Biasotto: "Das Projekt ist unabdingbar für eine zukunftsgerichtete Gestaltung des Tors zum Appenzellerland und weist klar den erforderlichen Reifegrad auf." Biasotto ist Mitglied des Lenkungsausschusses. Gemäss der Medienmitteilung wird die Trägerschaft im Rahmen der Vernehmlassung alles daran setzen, dass das Projekt noch in die Vorlage des Bundesrats aufgenommen wird.

Auch Gemeindepräsident Renzo Andreani setzt auf die Vernehmlassung. Weshalb es das Projekt nicht auf die A-Liste geschafft habe, wisse er noch nicht. Deshalb erwartet er mit Spannung den Prüfungsbericht.

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