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HERISAU: Begleitung in schwierigen Phasen

Der neu entstandene Verein «Hospiz- und Entlastungsdienst AR» tritt mit einer Veranstaltung im katholischen Pfarreiheim erstmals an die Öffentlichkeit.
Martin Hüsler
Sie arbeiten im Vorstand des Hospiz- und Entlastungsdienstes AR mit: Sigrun Holz (Präsidentin, Speicher), Gabriela Böhringer (St. Gallen), ­Daniela Krüsi (Einsatzleiterin, Hundwil), Iris Schmid Hochreutener (Herisau), Annekäthi Daberkow (Herisau). (Bild: hü)

Sie arbeiten im Vorstand des Hospiz- und Entlastungsdienstes AR mit: Sigrun Holz (Präsidentin, Speicher), Gabriela Böhringer (St. Gallen), ­Daniela Krüsi (Einsatzleiterin, Hundwil), Iris Schmid Hochreutener (Herisau), Annekäthi Daberkow (Herisau). (Bild: hü)

Martin Hüsler

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Eine segensreiche Institution ausweiten – dieser Gedanke stand dem Hospiz- und Entlastungsdienst AR zu Gevatter. Er hat vor einigen Monaten Gestalt angenommen, ist im Aufbau begriffen und möchte sich nun näher vorstellen. Diesem Zweck dient die öffentliche Veranstaltung vom kommenden Mittwoch, 10. Januar, um 19 Uhr, im katholischen Pfarreiheim Herisau.

Richten wir den Blick zurück ins Jahr 2014. Damals reifte im Schoss des von der Speicherer Pfarrerin Sigrun Holz präsidierten Hilfsvereins Speicher die Idee, schwerkranken und sterbenden Menschen eine Begleitung in dieser schwierigen Lebensphase anzubieten. In der Folge kam es zur Gründung eines Vereins. Dessen Gründungsmitglieder waren die Politischen Gemeinden und die Evangelischen Kirchgemeinden von Speicher, Trogen und Wald, die Pauluspfarrei Speicher-Trogen-Wald, die Spitex Appenzellerland, Pro Senectute AR, die Palliative Ostschweiz, der Hilfsverein Speicher sowie die Alters- und Pflegeheime der drei beteiligten Gemeinden. Es stellten sich Freiwillige mit entsprechender Schulung zur Verfügung. Bald zeigte sich, dass deren Arbeit einem Bedürfnis entsprach und gerne in Anspruch genommen wurde. Schon nach kurzer Zeit hatte sich der Entlastungs- und Hospizdienst Speicher-Trogen-Wald etabliert.

Anschluss war erwünscht

Auch im Hinterland bestand ein Angebot in Form eines Begleitdienstes, ohne dass dieser in feste Strukturen eingebunden gewesen wäre. Ein Arbeitskreis im Umfeld der Spitex und des Spitals Herisau nahm sich der Aufgabe an und folgte im Bedarfsfall dem Ruf von Hilfesuchenden. In Rot-Kreuz-Kursen eigneten sich die Hilfebringenden das nötige Rüstzeug an. Um der bis dahin lockeren Institution einen soliden Unterbau zu geben, wurde die Gründung eines Vereins erwogen. Doch dann griff sich allmählich die Erkenntnis Platz, dass ein Zusammengehen mit der bereits bestehenden Organisation im Mittelland den angestrebten Zweck ebenso erfüllen könnte. So trat man in Kontakt zueinander. An der Hauptversammlung 2017 des Hospiz- und Entlastungsdienstes Speicher-Trogen-Wald im Mai ergab eine Konsultativabstimmung eine klare Mehrheit für eine Erweiterung des Vereins in Richtung Hinterland, worauf dann an einer ausserordentlichen Hauptversammlung im September ein definitives Ja resultierte.

Kontakte machen das Wesentliche aus

Die Ausweitung ging einher mit einer Namensänderung in «Hospiz- und Entlastungsdienst AR». Er umfasst nun alle sieben Hinterländer Gemeinden, die beiden Mittelländer Gemeinden Speicher und Trogen sowie die Vorderländer Gemeinde Wald. Der erweiterte Vorstand zählt 13 Mitglieder. Zur bereits bestehenden und von Karin Bruderer aus Trogen wahrgenommenen Einsatzleitung kommt eine Zweite hinzu. Sie wird von Daniela Krüsi aus Hundwil betreut und soll das Hinterland abdecken. Es ist vorgesehen, dass man einander im Bedarfsfall aushilft. Im Vordergrund steht jetzt das Finden von Freiwilligen, die sich die anspruchsvolle, aber auch bereichernde Aufgabe der Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden zutrauen. «Wer sich in diesen Dienst stellen will, sollte über ein hohes Mass an Sensibilität verfügen. Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung und mit viel Einfühlungsvermögen bringen gute Voraussetzungen mit», skizzieren Sigrun Holz und Gabriela Böhringer vom Vereinsvorstand das Anforderungsprofil. Sie betonen, dass es nicht darum gehe, medizinische Hilfe zu leisten, sondern dass Kontakte auf der zwischenmenschlichen Ebene das Wesentliche des Dienstes ausmachen.

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