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HERISAU: Baueingabe lässt auf sich warten

Alle warten auf den Neubau der Migros. Doch man wird sich weiterhin gedulden müssen. Derweil flacht die Kritik an der Dorfattraktivität nicht ab.
Roger Fuchs
Die Migros Ostschweiz arbeitet derzeit am Baugesuch für den Neubau in Herisau. Über Projektanpassungen will man aktuell noch nichts sagen. (Bild: PD)

Die Migros Ostschweiz arbeitet derzeit am Baugesuch für den Neubau in Herisau. Über Projektanpassungen will man aktuell noch nichts sagen. (Bild: PD)

Roger Fuchs

roger.fuchs

@appenzellerzeitung.ch

Wehklagen in Herisau: Ein Laden nach dem anderen schliesst – die Dorfattraktivität leidet. Viele Hoffnungen ruhen auf dem Migros-Neubau. Doch da tut sich nichts. Dabei haben die Stimmberechtigten im November 2015 die planungsrechtlichen Grundlagen im Zentrum gutgeheissen. «Seither wären wir parat für die Baueingabe», sagt Gemeindepräsident Renzo Andreani. Dass diese länger auf sich warten lasse als angenommen, sei schade. «Es wäre für Gewerbe und Gemeinde von Vorteil, wenn man den Neubau so schnell wie möglich realisieren kann.»

Migros bestätigt Projektanpassungen

Wie nun von Silke Seichter, Mediensprecherin der Migros Ostschweiz, zu erfahren ist, könnte es weiterhin mehrere Monate bis zur Baueingabe dauern. Sie spricht von einem Zeitfenster bis Ende Jahr. Keinesfalls gebe es Anlass zur Befürchtung, die Migros wolle doch nicht bauen. Man habe auf die Rechtsgültigkeit der Planverfahren gewartet. Aktuell laufe die Aufarbeitung des Baugesuchs. Dabei wird es auch zu Projektanpassungen kommen. Noch sei es aber zu früh, darüber zu informieren. Liegt die Baubewilligung einmal vor, rechnet die Migros mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren.

Derweil herrscht unweit der alten Migros im Gutenbergzen­trum Lädelisterben. Nach dem Wegzug von «Christ Schmuck» machen noch in diesem Jahr «Ex Libris» und «Vögele Shoes» dicht. Wie Gutenberg-Verwalter Bruno Knechtle ausführt, ist die leer stehende Migros nicht ausschlaggebend für diese Entscheide. Es handle sich vielmehr um interne Strukturbereinigungen der Firmen. Ganz grundsätzlich sei es aber so, dass Herisau gegenüber einer Shoppingarena im Hintertreffen liege. «Herisau hat keine Zentrumsattraktivität», so Knechtle. Verhandlungen mit Nachmietern – nicht zwingend Detaillisten – laufen.

Auch Renzo Andreani will die aktuellen Geschäftsschliessungen nicht mit der Migros in einen Zusammenhang bringen. Es sei zu einfach, immer von einem fehlenden Magneten im Zentrum zu reden. Geschäfte wie die Metzgereien Zeller und Scheiwiller oder auch die steigende Zahl an Cafés würden zeigen, dass es durchaus gelingen könne, Kundschaft zu gewinnen. «Diese muss sich aber willkommen fühlen, wo sie eintritt.»

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