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HERISAU: Bankchef Schiegg tritt ab

Die diesjährige Generalversammlung der Raiffeisenbank Hinterland war die letzte für Marcel Schiegg in seiner Funktion als Bankleiter. Das Wachstum einzelner Geschäftszweige hat sich im letzten Jahr abgeschwächt.
Roger Fuchs
Marcel Schiegg führte zum letzten Mal durch die Generalversammlung der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland. «Unter seiner Führung erlebte die Bank einen grossen Aufschwung», würdigte ihn Verwaltungsratspräsident Markus Joos. (Bild: Roger Fuchs)

Marcel Schiegg führte zum letzten Mal durch die Generalversammlung der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland. «Unter seiner Führung erlebte die Bank einen grossen Aufschwung», würdigte ihn Verwaltungsratspräsident Markus Joos. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs

@appenzellerzeitung.ch

Die Verabschiedung von Marcel Schiegg als langjährigem Leiter der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland erwies sich als emotionaler Höhepunkt der diesjährigen Generalversammlung vom Freitagabend. «Mit seiner Pension geht für die Bank eine Ära zu Ende», so Verwaltungsratspräsident Markus Joos. Er würdigte den Abtretenden nicht nur als Führungsperson, sondern auch als einen Finanzier mit viel Humor und Liebenswürdigkeit. Mit langem Applaus sagten denn auch die 1068 anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die verteilt auf die Standorte Herisau, Waldstatt und Urnäsch teils über Video die GV verfolgten, Danke. Und dann liess Markus Joos die Katze bezüglich Nachfolger aus dem Sack: An der Spitze der Bank steht fortan Simon Frehner, Jahrgang 1979. Seit 2012 wirkt er als Mitglied der Bankleitung. Angesichts seines Alters sprach der Verwaltungsratspräsident von einem «echten Generationenwechsel».

Grosses Wachstum unter Marcel Schiegg

Zählte die Bank bei Marcel Schieggs Amtsantritt vor 21 Jahren noch 10 Beschäftigte und 1700 Mitglieder, so umfasst sie heute 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und über 10 000 Genossenschaftsmitglieder. Das Wachstum manifestiert sich auch an der GV, wie Marcel Schiegg ausführte. Als er 1997 erstmals als Bankleiter die Geschäftszahlen präsentieren durfte, habe die Versammlung in einem Festzelt in Waldstatt stattgefunden. Nur wenige technische Hilfsmittel standen zur Verfügung. Mit der inzwischen erreichten Grösse werde für die ganze Übertragung der GV an die unterschiedlichen Standorte eine enorme Infrastruktur benötigt. Allein im Satellitenübertragungswagen seien 18 Personen im Einsatz.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2016 zeigte sich Marcel Schiegg froh darüber, erneut über einen erfolgreichen Abschluss berichten zu können. Konkret sprach er vom zweitbesten Ergebnis in der 90-jährigen Bankgeschichte. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Gewinn von 800000 Franken. Gut 440000 Franken werden den gesetzlichen Gewinnreserven zugewiesen, der Rest zur Verzinsung des Genossenschaftskapitals verwendet. Die Anteilsscheine werden mit drei Prozent verzinst. Trotz Erfolg, das Wachstum im Hypothekargeschäft hat sich im Vergleich zu den Vorjahren abgeschwächt. Schiegg führt dies auf eine gesunkene Nachfrage im Liegenschaftsmarkt zurück. Unterdurchschnittlich im Vergleich zu früher ist auch die Zunahme bei den Kundeneinlagen (Spargelder). «Der Grund dafür liegt in den unglaublich tiefen Verzinsungen», so der Abtretende. Rechnung wie auch Gewinnverwendung wurden einstimmig angenommen.

Nebst Marcel Schiegg verliert die Bank im Herbst auch Kadermitglied Bruno Wirth. Er tritt gesundheitlich bedingt frühzeitig in den Ruhestand. Kadermitglied Ruth Keller blickt Mutterfreuden entgegen.

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