HERISAU: Ausserrhoder Pensionskasse steht vor Sanierung

Der Pensionskasse Appenzell Ausserrhoden (PKAR) mit ihren 3400 Versicherten droht in Zukunft eine ungenügende Finanzierung. Deshalb soll ab 2021 der Umwandlungssatz für die Renten schrittweise von 6 auf 5,4 Prozent gesenkt werden.

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Längerfristig können die Renten nicht mehr wie heute finanziert werden. (Bild: JENS SCHLUETER (AP dapd))

Längerfristig können die Renten nicht mehr wie heute finanziert werden. (Bild: JENS SCHLUETER (AP dapd))

Geringere Erträge an den Finanzmärkten und eine steigende Lebenserwartung machten verschiedene Massnahmen nötig, teilte die Ausserrhoder Kantonskanzlei am Freitag mit. Dazu braucht es eine Änderung des Pensionskassengesetzes. Bis zum 10. Februar 2017 läuft die Vernehmlassung.

Die PKAR sei heute mit einem Deckungsgrad von leicht über 100 Prozent noch gesund, heisst es. Längerfristig könnten aber die Renten nicht mehr wie heute finanziert werden. Um die Kasse gesund zu erhalten und die Renten zu sichern, sollen die Pensionskasse selbst, die Versicherten und die Arbeitgeber Beiträge leisten.

So wird der Umwandlungssatz, der die Höhe der jährlichen Renten bestimmt, ab dem Jahr 2021 schrittweise gesenkt. Um diese Kürzung abzufedern, werden die Sparbeiträge erhöht, und die Arbeitgeber sollen zusätzliche Einlagen von rund sechs Millionen Franken leisten.

Die PKAR selbst soll rund zehn Millionen Franken Reserven auslösen. Die aktuell laufenden Renten sind von den Massnahmen nicht betroffen. Die paritätische Verwaltungskommission und die Sozialpartner befürworten die vorgeschlagenen Änderungen, wie der Kanton schreibt. (sda)