HERISAU: Aus der Vogelperspektive

Bei sommerlichen Temperaturen reisten 50 Mitglieder des Clubs 60plus zur Vogelwarte Sempach. Ein ehemaliger Herisauer gab ihnen Einblick in die Vogelwelt.

Werner Grüninger
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Die herrliche Aussicht beim Kaffeehalt auf dem Weg nach Sempach. (Bild: Werner Grüninger)

Die herrliche Aussicht beim Kaffeehalt auf dem Weg nach Sempach. (Bild: Werner Grüninger)

Werner Grüninger

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Der Anfahrtsweg zur Vogelwarte Sempach, dem Reiseziel des Clubs 60plus, war abwechslungsreich, aber auch von mehreren Baustellen gesäumt. Die Fahrt führte über Schlieren, Mutschellen zum Zwischenhalt im Hotel Heinrüti Rank. Bei herrlicher Aussicht auf die Glarner und Urner Alpenkulisse verweilten die Seniorinnen und Senioren beim Kaffeehalt. Die Reise ging Richtung Bremgarten/Wohlen, am Baldeggersee entlang zum Sempachersee. Ein kurzer Halt wurde bei der Kapelle zur Er­innerung an die Schlacht bei Sempach 1386 eingelegt, wo die Eidge­nossen dem Herzog Leopold von Österreich eine Niederlage beibrachten. Das Innere der Schlachtkapelle ist mit prachtvollen Bildtafeln und Wappen mit Namen bekannter Gefallener geschmückt. Langsam machte sich auch der Hunger bemerkbar, und nach einer kurzen Fahrt genossen die Teilnehmer das Mittagessen im Restaurant Seeland, am idyllischen Sempachersee. Begrüsst wurden die Teilnehmer in der Vogelwarte vom ehemaligen Herisauer Felix Liechti, der kurz über die Vogelwarte referierte. Dabei wurden die Teilnehmer selbst zum Vogel, liessen sich beringen und lernten die Schweiz aus der Vogelperspektive kennen.

Im Mai 2015 eröffnete die Vogelwarte ihr neues Besucherzentrum. Dieses bietet den Besucherinnen und Besuchern ein un­vergessliches Erlebnis mit einer überraschenden filmischen Reise in die Welt der Vögel. Die Ausstellung vermittelt vielfältige Informationen zur Vogelwelt und zur Arbeit der Vogelwarte. Sie soll auch zeigen, wie sich die Vogelwarte für die Erforschung, den Schutz und für die Förderung der einheimischen Vogelwelt einsetzt. Jedes Jahr werden in der Vogelwarte mehr als 1000 Vögel (über 70 verschiedene Arten) gepflegt oder grossgezogen. Jungvögel, Opfer des Strassenverkehrs, Vögel, die mit Scheiben kollidierten oder von Katzen verletzt wurden, machen den grössten Teil der Pechvögel aus. Die einzelnen filmischen Reisen zu den Themen Überleben, «Singfonie» und Vogelschau sowie Garten und Voliere konnte jeder Teilnehmende selber gestalten. Die Schweizerische Vogelwarte ist eine gemeinnützige Stiftung für Vogelkunde und Vogelschutz und hat sich vom ehrenamtlich geführten Einmannbetrieb zu einem eigenständigen anerkannten Institut mit rund 100 Mitarbeitern entwickelt. Nach rund zwei Stunden war der aufschlussreiche Besuch beendet.

Etwas müde, aber mit vielen Erinnerungen zur Vogelwelt erfolgte die Rückreise auf der Autobahn A2 via Cham über den Hirzel mit herrlicher Sicht auf den Zürichsee und die Goldküste. Über Ricken und Wasserfluh fuhren die Seniorinnen und Senioren zurück zu den Einsteigeorten.

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