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HERISAU: Auf Zeitreise in die Textilindustrie

Die SP-Sektionen Herisau und Hinterland führten gemeinsam ihren Neujahrsapéro durch. Veranstaltungsort war das Museum Herisau.
Die Mitglieder lauschten den Ausführungen. (Bild: PD)

Die Mitglieder lauschten den Ausführungen. (Bild: PD)

Unter der Führung von Kurator Thomas Fuchs erlebten die SP-Mitglieder an ihrem Neujahrsapéro eine Zeitreise in die Appenzeller Textilindustrie. Dies geht aus einer Medienmitteilung hervor. Insbesondere der Bezug zur politischen Arbeiterbewegung, welcher es nach einem langen Kampf gelang, rudimentäre Rechte für die Arbeiterinnen und Arbeiter einzufordern, habe interessiert. Dies in einer Zeit, in der Wochenarbeitszeiten von bis zu 65 Stunden und mehr die Regel waren, und auch Kinderarbeit weit verbreitet war – einerseits als billige Arbeitskräfte für die Arbeitgeber, andererseits für viele der Familien ein notwendiges Übel, damit genügend Geld zusammenkam. Sozialversicherungen waren damals, wie es weiter heisst, bekanntlich noch nicht mehrheitsfähig, da diese von bürgerlicher Seite stark bekämpft worden seien mit der Begründung, jeder und jede soll selbst für sich sorgen. Die SP-Mitglieder erfuhren damit auch von der Entstehung der Sozialpolitischen Bewegung in Herisau und dem Kanton Appenzell Ausserrhoden. Eine der ersten sozialpolitischen Bewegungen in Herisau und damit eine Vorgängerorganisation der heutigen SP war der Grütliverein.

Im weiteren Verlauf kamen die grossen Namen der Appenzeller Textilindustrie zur Sprache wie etwa der Herisauer Johann Rudolf Wetter, der damals als erfolgreicher und innovativer Textilindustrieller auch Fabriken im Ausland wie etwa dem südfranzösischen Orange besass. Wie es um die heutige Textilindustrie im Appenzellerland besteht, erfuhren die SP-Mitglieder im letzten Teil der Führung. Die Schlussfolgerung fiel klar aus: Heute können Appenzeller Unternehmungen in der Textilindustrie nur dann überleben, wenn sie sich in hoch spezialisierten Nischengebieten positionieren. Und dies nur dann längerfristig, wenn die Produktion nicht als Massenware in günstigeren Produktionsländern hergestellt werden kann. (pd)

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