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HERISAU: Areal Schloss muss warten

Die Anlagestiftung der UBS für Personalvorsorge zieht sich aus dem Bauprojekt Areal Schloss zurück. Das Projekt wird auf Eis gelegt, ein neuer Investor gesucht.
Astrid Zysset
Das Areal Schloss wird bis auf weiteres nicht überbaut. (Bild: Jesko Calderara)

Das Areal Schloss wird bis auf weiteres nicht überbaut. (Bild: Jesko Calderara)

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Die Neubebauung des Areals Schloss im Südwesten von Herisau wird vorläufig auf Eis gelegt. Die Bauträgerschaft respektive die Besitzerin der dortigen Wohnungen, die Anlagestiftung der UBS für Personalvorsorge (UBS AST), hatte gestern in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass sie für das Bauprojekt Alternativen prüfe.

Seit 2010 beschäftigen sich die UBS AST und die Gemeinde Herisau mit dem Quartierplan Schloss, den Vorprojekten und der dazugehörigen Arealerschliessung. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass in diesem Frühjahr der Baubeginn erfolgt. Doch Einsprachen in der Planungsphase verzögerten die Umsetzung. Zwar seien heute keine mehr offen, dennoch ist der Zeitpunkt des Baustarts ungewiss. Eine Baubewilligung liegt nicht vor, ein entsprechendes Gesuch wurde bislang noch nicht eingereicht. Die UBS AST teilt mit, dass sie aufgrund einer Analyse ihres aktuellen Portfoliobestandes mit über 140 Liegenschaften nun entschieden hat, diejenigen Neubau- und Entwicklungsprojekte prioritär umzusetzen, die schon weiter fortgeschritten sind. «Es ist unsere Aufgabe, die Gesamtsituation immer wieder abzuwägen und unsere Strategie dementsprechend auszurichten», erklärt Patric Caillat, Portfolio Manager der UBS AST. Die Neubebauung des Areals Schloss dauere schon eine «gewisse Zeit», darum wurde die Gewichtung der Umsetzung jetzt zurückgestuft. Es werden Alternativen geprüft, darunter auch ein Verkauf. Sicher ist dieser aber noch nicht. «Wir wollten nun offen kommunizieren, dass wir auch jene Option in Betracht ziehen», so Caillat. Zwar werde zu allen Projektbeteiligten ein gutes Einvernehmen gepflegt, dennoch habe sich die UBS AST dazu verpflichtet gefühlt, vorausschauend zu kommunizieren. Die Möglichkeit bestehe nun, dass das Bauprojekt an einen Investor verkauft werde. Dieser könne es dann 1:1 umsetzen. Oder Anpassungen vornehmen.

Gemeinde muss jetzt abwarten

Man sei bestrebt, für die Neubebauung Areal Schloss eine «optimale Lösung» zu finden, heisst es seitens der UBS AST weiter. Wie die aussehen wird, ist derzeit aber völlig offen. Nur soviel: Für die Bewohnerinnen und Bewohner der bestehenden Wohnhäuser tritt bis auf weiteres keine Änderung der Mietverhältnisse ein.

Die Gemeinde zeigt sich vom Entscheid der UBS AST enttäuscht. «Es werden Alternativen geprüft – das ist immerhin eine gute Botschaft», so Gemeindepräsident Renzo Andreani. Er sei zuversichtlich, dass das Bauprojekt doch noch umgesetzt werde. «Bis es soweit ist, können wir aber nichts anderes tun, als zu warten und uns weiter kooperativ wie auch gesprächsbereit zu zeigen.» Die Gemeinde war in puncto Erschliessung und der angrenzenden Parzelle, die sich in ihrem Besitz befindet und die sie für die Quartiersentwicklung zur Verfügung gestellt hätte, in das Projekt involviert. Geplant war die Erstellung von 130 Wohnungen im tiefen und mittleren Preissegment.

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