HERISAU: Appenzeller Friedensweg erhält 30'000 Franken aus Lotteriefonds

Das Projekt Appenzeller Friedensweg erhält 30'000 Franken aus dem Lotteriefonds von Appenzell Ausserrhoden. Der 12,5 Kilometer lange Weg mit online lesbaren Gedenktafeln über humanitäre Persönlichkeiten führt von Heiden nach Walzenhausen und wird im nächsten Frühling eröffnet.

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HERISAU. Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat 266'500 Franken aus dem Lotteriefonds an gemeinnützige Institutionen vergeben, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. 153'500 Franken werden im Kanton und in der Region eingesetzt, 15'000 Franken erhalten gemeinnützige Institutionen in der Schweiz, 78'000 Franken gehen für Entwicklungshilfeprojekte und 20'000 Franken für humanitäre Nothilfe ins Ausland.
Das Projekt Appenzeller Friedensweg erhält einen Beitrag von 30'000 Franken. Der Themenwanderweg wird vom Verein Dunant2010plus realisiert, der die Gedanken, Visionen und Ideale des Roten Kreuz Gründers Henry Dunant nachhaltig verbreiten will.

Der Weg werde auf bereits bestehenden, bisher wenig begangenen Wanderwegen gestaltet, sagte Hansjörg Ritter, Präsident des Vereins und Projektleiter auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Einzelne Abschnitte des Wanderwegs müssten durch den Zivilschutz instand gestellt werden. Die Kosten von 300'000 Franken werden durch den Verein, den Lotteriefondsbeitrag und Beiträge von Stiftungen finanziert.

Mit Smartphone oder Tablet
Der gut 12 Kilometer lange Wanderweg wird im Frühling 2017 eröffnet und hat neun Stationen über historische Persönlichkeiten, die sich humanitär engagierten. Mittels QR-Code können auf dem Smartphone oder Tablet Informationen und Filmsequenzen mit Zeitzeugen abgerufen werden. Die Wanderung dauert laut Ritter rund zweieinhalb bis drei Stunden. Sämtliche Informationen könnten auch online konsumiert werden.

Im Zentrum steht Henri Dunant, dessen Buch «Erinnerungen an Solferino» zur Gründung des Roten Kreuzes führte. Das Hilfsnetz wurde 1863 gegründet und später auf das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unbenannt. Weitere Persönlichkeiten auf dem Friedensweg sind Jakob Künzler, der nach dem Völkermord an den Armeniern Waisen und Witwen betreute oder die 1854 in Speicher AR geborene Journalistin und Mitarbeiterin des Roten Kreuzes, Catharina Sturzenegger.
www.appenzeller-friedensweg.ch (sda)

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