HERISAU: Appenzell Ausserrhoden erhebt neue Tourismusabgabe

Ab dem 1. Januar 2017 gilt in Appenzell Ausserrhoden eine revidierte Tourismusabgabe. Neu müssen auch Besitzer von Zweitwohnungen, öffentliche Verkehrsbetriebe, Skischulen und ähnliche Anbieter eine jährliche Pauschale bezahlen.

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Neu müssen auch Besitzer von Zweitwohnungen sowie Luftseilbahnen, Busunternehmen und andere öffentliche Transportunternehmen Abgaben entrichten. (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

Neu müssen auch Besitzer von Zweitwohnungen sowie Luftseilbahnen, Busunternehmen und andere öffentliche Transportunternehmen Abgaben entrichten. (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

Der Regierungsrat setzt das revidierte Tourismusgesetz auf den Jahreswechsel in Kraft, wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei am Mittwoch mitteilte. Im ersten Quartal 2017 soll dann auch die dazu gehörende Verordnung wirksam werden.

Statt der bisherigen Beherbergungstaxe und der kantonalen Tourismusabgabe gibt es nur noch eine einzige Abgabe. Die jährliche Pauschale ist nach Art und Grösse der Betriebe abgestuft. Neu müssen auch Besitzer von Zweitwohnungen sowie Luftseilbahnen, Busunternehmen und andere öffentliche Transportunternehmen Abgaben entrichten.

Das gleiche gilt auch neu für gewinnorientierte Touristikanbieter wie Skischulen, Alpin− und Gleitschirmflugschulen. Die Pauschalen betragen für letztere bis zu 1000 Franken im Jahr, für Transportunternehmen bis zu 5000 Franken und für Ferienhäuser und -wohnungen 150 Franken pro Zimmer.

Umstellung basiert auf Selbstdeklaration
Die Umstellung auf die neue Tourismusabgabe erfolgt schrittweise und basiert auf Selbstdeklaration, wie der Kanton schreibt. Bis im März 2017 sollen die Abgabepflichtigen zur Deklaration aufgefordert werden, und Mitte Jahr will der Kanton die Abgaben in Rechnung stellen.

Die Ausserrhoder Gemeinden haben weiterhin die Möglichkeit, Kurtaxen zu erheben. Basis dafür ist das jeweilige kommunale Reglement. Die bisherigen Meldeformulare zur Berechnung der Kurtaxe und zur polizeilichen Erfassung der Feriengäste behalten ihre Gültigkeit.

Der Kantonsrat hatte die Revision des Tourismusgesetzes im vergangenen Juni beschlossen. SVP, Gewerbe− und Gastroverbände wollten die Tourismusabgabe aus dem Gesetz streichen, hatten mit ihrer Forderung aber im Parlament keine Chance. Die Abgabe bringt dem Kanton gegen eine halbe Million Franken im Jahr ein. Das Geld wird zur Tourismusförderung verwendet. (sda)