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HERISAU: Als es beim Bahnhof Herisau krachte

Schaulustige in Scharen, viele Rettungskräfte und 17 Verletzte. Vor zwanzig Jahren prallten zwei Züge der Appenzeller Bahnen ineinander.
Bruno Eisenhut
An den beiden Zügen entstand Schaden von rund einer Million Franken. (Bild: Regina Kuehne/KEY)

An den beiden Zügen entstand Schaden von rund einer Million Franken. (Bild: Regina Kuehne/KEY)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Dieser Tage jährt sich das schwerste Zugunglück im Appenzellerland zum 20. Mal. Ein Zug der Appenzeller Bahnen verliess den Bahnhof Herisau in Richtung Waldstatt zu früh – ohne die entgegenkommende Zugkomposition abzuwarten. Die Folgen waren fatal: Unmittelbar vor dem Bahnhof Herisau – dort wo der Zug aus dem Kurztunnel kommt – prallten die beiden Züge frontal ineinander. Die Karambolage hatte 17 Verletzte zur Folge. Einer der Zugführer trug sich dabei sogar schwere Bauch- und Brustverletzungen zu.

Ein Unfall dieser Art würde sich heute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zutragen. Wie Alexander Liniger von den Appenzeller Bahnen (AB) gegenüber der Appenzeller Zeitung erklärt, verfügt das Schienennetz der AB inzwischen zu grossen Teilen über einen automatischen Zugstopp. Missachtet ein Lokführer ein rot leuchtendes Signal, wird der Zug gestoppt.

Sicherheit künftig auf höherem Level

Ein solcher Notstopp blieb an jenem Novembertag 1997 in Herisau aus. Der Lokführer hatte beim Ausfahren aus dem Bahnhof das Rotlicht missachtet. Zwar bemerkte er den Fehler sofort, konnte die fahrende Zugkomposition aber nicht mehr rechtzeitig stoppen, geschweige denn die Rückfahrt einleiten.

Mit dem automatischen Zugstopp können die Appenzeller Bahnen solcherlei Unfälle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausschliessen. Diese Massnahme hat aber mit dem Unfall in Herisau keinen direkten Zusammenhang. Die Appenzeller Bahnen werden damit lediglich den inzwischen erhobenen gesetzlichen Vorschriften gerecht. Verbessert habe sich in den vergangenen Jahren auch das Rollmaterial. Die Bremswege sind dadurch ebenfalls kürzer geworden. Wie Alexander Liniger von den Appenzeller Bahnen zudem erklärt, betritt das Bahnunternehmen bezüglich Sicherheit in Kürze ein höheres Level. Nebst dem bestehenden automatischen Zugstopp werden Abfahrverhinderungen bei Rotlichtern eingebaut. «Bei Rot können die Züge dann gar nicht abfahren», so Liniger. Auf der Strecke Frauenfeld - Wil, die ebenfalls von den Appenzeller Bahnen betrieben wird, ist dies bereits umgesetzt.

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