Hemmschwellen abbauen

Am letzten Dienstag war für 16 Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule Toggenburg ein grosser Tag: In verschiedenen Betrieben aus der Region konnten sie Mitarbeitenden begegnen und in der Privatwirtschaft einen Schnuppertag erleben.

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Am letzten Dienstag war für 16 Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule Toggenburg ein grosser Tag: In verschiedenen Betrieben aus der Region konnten sie Mitarbeitenden begegnen und in der Privatwirtschaft einen Schnuppertag erleben. Am Begegnungstag konnten sie je nach Selbständigkeit und individuellen Fähigkeiten alleine oder mit Unterstützung einer Lehrperson oder Assistentin der HPS Einblicke in die Arbeitswelt gewinnen. Auf der anderen Seite lernten die Betriebe die Fähigkeiten und Möglichkeiten von Jugendlichen mit Beeinträchtigung kennen und konnten so die Hemmschwelle gegenüber jungen Menschen mit einer Beeinträchtigung senken. Einige Jugendliche der HPS können keine Ausbildung machen und treten nach der Vollendung des 18. Lebensjahres in eine geschützte Institution ein. Dort führen sie einfache Tätigkeiten aus. Dies ohne Ausbildung. Ein Grossteil der Schulabgänger der HPS kann eine praktische Ausbildung (PrA nach dem Branchenverband für soziale Institutionen für Menschen mit Behinderung Schweiz kurz INSOS) absolvieren, welche ein Jahr dauert. Die Jugendlichen werden ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert. Die Berufsschule findet intern statt. Nach dem Ausbildungsabschluss erhalten sie ein Berufsattest PrA und ein Lehrzeugnis. Ein zweites Jahr kann bewilligt werden, wenn Aussicht auf eine künftige Erwerbsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt besteht. (pwi)