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HEMBERG: «Trachtentanz hat seine Berechtigung»

Weil alle Mitglieder darauf hinarbeiten, brilliert die Trachtengruppe Bächli mit ihrer Abendunterhaltung. Sie möchte zeigen, was sie das ganze Jahr über tut. Die Hemberger Turnhalle jeweils ist immer sehr gut besucht.
Michael Hug
Mit ihnen gab es viel zu lachen: Leni Knaus als Mariann und ihr Heiratskandidat Jakob. (Bilder: Michael Hug)

Mit ihnen gab es viel zu lachen: Leni Knaus als Mariann und ihr Heiratskandidat Jakob. (Bilder: Michael Hug)

Die Trachtengruppe Bächli führte am Samstag in der Turnhalle die erste von drei Abendunterhaltungen mit Tanz und Theater auf. Präsident und OK-Chef Hans Künzli sprach bei dieser Gelegenheit mit dem «Toggenburger Tagblatt» über den Trachtentanz im Allgemeinen und die alle zwei Jahre stattfindende Trachtenunterhaltung im Besonderen.

Hans Künzli, warum nimmt man alle zwei Jahre soviel Arbeit auf sich und macht eine Unterhaltung?

Hans Künzli: Es ist für uns fast die einzige Gelegenheit, zu zeigen, was wir das ganze Jahr über tun. Wir haben nicht viele Auftritte, das wollen unsere Leute nicht. Aber die Unterhaltung alle zwei Jahre, da weiss man, was man vor sich hat und dann arbeiten alle im Team darauf hin. Das ist die Tradition.

Die Abende sind immer fast ausverkauft. Worauf führen Sie den Erfolg zurück?

Vielleicht weil wir fast noch die einzigen sind, die ein Theater machen. Wir haben eine gut funktionierende Theatergruppe beisammen und geben uns Mühe, immer ein gutes, lustiges aber auch anspruchsvolles Stück zu spielen.

In den Jahren dazwischen macht das Bergbluemechörli seine stets auch erfolgreiche Unterhaltung, müssen Sie da nicht immer besser sein?

Nein, das schauen wir gar nicht so an. Sie machen eine ganz andere Unterhaltung als wir. Es ist eher so, dass wir uns selber immer wieder antreiben. Wir wollen jedes Mal besser sein. Ausserdem haben wir mit dem Bergbluemechörli ein gutes Verhältnis, sie stellen uns immer viele Leute für die Bedienung im Saal zur Verfügung und im anderen Jahr helfen wir dann ihnen.

Wie viele aktive Mitglieder hat die Trachtengruppe?

Momentan sind wir zwanzig und neunzehn tanzen aktiv. Es gibt keine Obergrenze. Acht bis zehn Paare sind schön, darüber wird es unübersichtlicher. Aber meistens ist die Bühne die Grenze.

Bis zu welchem Alter kann man Volkstänze tanzen?

Es gibt keine Altersbeschränkung. Man kann mit siebzig noch tanzen. Aber wenn zum Beispiel viele Ältere dabei sind, dann wollen die Jungen nicht in den Verein. Wir haben das Glück, eine junge Truppe zu sein. Der Älteste ist gerade 50 geworden. Es ist dann einfacher, neue junge Mitglieder zu bekommen.

Das heisst, auch eine junge Gruppe muss man stets verjüngen?

An den Delegiertenversammlungen hört man leider immer wieder von Vereinsauflösungen. Der Grund ist immer Überalterung. Da muss man wach bleiben und rechtzeitig Neumitglieder suchen. Man muss auch wissen, wie man es betreiben will. Es gibt Vereine, die tanzen viel strenger und konzentrierter, die achten auf jedes Detail. Wir sind da etwas legerer, bei uns ist die Geselligkeit grösser geschrieben. Das spielt für neue Mitglieder natürlich eine Rolle.

Wie finden Sie unter den Jungen immer wieder Nachwuchs? Eher Männer oder Frauen?

Es ist schwieriger geworden. Bei den Jungen ist das Singen eher in. Wenn wir Abgänge haben, fragen wir im Kollegenkreis herum und sprechen junge Leute an. Es ist eindeutig schwieriger, junge Männer zu bekommen als junge Frauen.

Denken Sie, dass der Trachtentanz immer noch eine Berechtigung hat in der heutigen Zeit?

Ich denke schon. Er hat sicher nicht mehr den gleichen Stellenwert wir früher. Aber er ist Kulturgut, er hat seine Berechtigung.

Was meinen Sie zur gescheiterten Sanierung der Turnhalle, genügt sie Ihren Ansprüchen immer noch?

Wir sind fast froh, dass wir diese Halle noch haben. Eine grössere könnten wir sicher nicht drei Mal füllen. Man müsste dann den Unterhaltungsabend an einem einzigen Abend machen. Dann hätten die Leute keine Wahl mehr und sie kämen nicht, wenn es ihnen an diesem Abend nicht passt. Für uns ist diese Halle sicher nicht schlecht.

Was machen Sie nach der letzten Vorstellung in einer Woche? Fallen Sie in ein Loch?

Am Sonntagabend räumen wir auf, dann können wir in der gleichen Woche das Theater nochmals an einem Seniorennachmittag in Ebnat-Kappel aufführen. Dann machen wir eine Weile Pause. Die Leute haben einander oft genug gesehen. Dann ist es gut, wenn mal jeder wieder eine Weile für sich ist. Ich denke, im März werden wir dann zusammenkommen.

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