Hemberg stimmt Altersheim-Kredit zu

Einstimmigkeit herrschte an der Bürgerversammlung der Gemeinde Hemberg sowohl über die Verwendung des Ertragsüberschusses als auch über den Kredit an den Neubau des Alters- und Pflegeheims in Brunnadern. Mit Hembergs Zustimmung haben alle beteiligten Gemeinden Ja gesagt.

Katharina Rutz
Drucken
Teilen
Die Stimmenzähler der Gemeinde Hemberg, Kaspar Bleiker (sitzend von links), Niklaus Glatz und Hansueli Knöpfel, hatten an der Bürgerversammlung vom Mittwochabend nicht viel zu tun. Die von Gemeindepräsident Walter Fischbacher (stehend) vorgestellten Anträge wurden einstimmig angenommen. (Bild: Katharina Rutz)

Die Stimmenzähler der Gemeinde Hemberg, Kaspar Bleiker (sitzend von links), Niklaus Glatz und Hansueli Knöpfel, hatten an der Bürgerversammlung vom Mittwochabend nicht viel zu tun. Die von Gemeindepräsident Walter Fischbacher (stehend) vorgestellten Anträge wurden einstimmig angenommen. (Bild: Katharina Rutz)

Hemberg. Zum Diskutieren kamen die 62 Hemberger Bürgerinnen und Bürger nicht an die Bürger- und Schulbürgerversammlung der Primarschulgemeinde (siehe Kasten) vom Mittwochabend. Jegliche Anträge nahmen sie einstimmig an. Die Diskussionen verschoben sie auf einen gemütlicheren Rahmen als den offiziellen. Nach der Bürgerversammlung lud die Gemeinde zum Apéro in den «Löwen»-Saal.

«Dies ist wohl das letzte Mal, dass wir gemeinsam im «Löwen»-Saal anstossen können», so Gemeindepräsident Walter Fischbacher. «Wir müssen das noch geniessen.» Bald schon beginne nämlich der Neubau des Saals, der bis zum Herbst fertig gestellt werden soll.

Kredit für Heimneubau

Viele Worte verlor Walter Fischbacher nicht mehr über den geplanten Neubau des Alters- und Pflegeheims Brunnadern.

Er unterstrich nochmals die Wichtigkeit des Unterfangens mit einigen Gründen: Es bestehe für Hemberg eine gesetzliche Verpflichtung, für 24 Prozent der über 80-Jährigen Betten in Alters- und Pflegeheimen anzubieten. Die Betagten hätten es verdient, ihre letzten Jahre in einem modernen Heim zu verbringen. Dies sei auch den Angehörigen bei der Wahl eines Heimplatzes wichtig.

Die Kosten lassen sich für die Gemeinde dank den Reserven des ehemaligen Heims im Bächli, einer Erbschaft sowie den Reserven der ehemaligen Ersparniskasse gut tragen. Die Bürgerschaft sprach den Kredit über 2 767 000 Franken ohne Gegenstimme. Hemberg hat einen Bedarf von 13 Betten am neuen Heim, dies macht einen Fünftel der geplanten 68 Betten aus.

Bildung von Eigenkapital

Den Ertragsüberschuss wiesen die Bürgerinnen und Bürger dem Eigenkapital der Gemeinde zu. Nach der Rückzahlung des provisorisch bezogenen Individuellen Sonderlastenausgleichs verbleiben Hemberg immer noch 136 000 Franken. Das Eigenkapital bildet die Reserve für künftige Aufwandüberschüsse.

Aktuelle Nachrichten