Hemberg schliesst 2011 mit Ertragsüberschuss ab

An den Vorversammlungen der Primarschulgemeinde und der Politischen Gemeinde Hemberg konnten sowohl Schulratspräsidentin Elsbeth Roth als auch Gemeindepräsident Walter Fischbacher positive Ergebnisse präsentieren. Die geplanten Investitionen führten zu keinen Diskussionen.

Urs M. Hemm
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HEMBERG/BÄCHLI. Nach dem Ausstieg aus dem Projekt «Schulen im Neckertal» sei das vergangene Schuljahr etwas ruhiger verlaufen, berichtete Elsbeth Roth, Schulratspräsidentin der Primarschulgemeinde Hemberg, den rund 60 Anwesenden im Restaurant Rössli, Bächli. Dennoch sei die Umsetzung des ersten Teils des Raumkonzepts im Schulhaus Dreieggli eine Herausforderung gewesen. Walter Fischbacher, Gemeindepräsident von Hemberg, informierte im Anschluss über die Lage der Politischen Gemeinde, insbesondere über das Projekt «Gemeinschaftsgrab».

Umbau «Dreieggli» unter Budget

Die erste Etappe der Umgestaltung verschiedener Räume im Schulhaus Dreieggli habe so gut wie abgeschlossen werden können. Dabei sind die budgetierten 50 000 Franken um knapp 6000 unterschritten worden. «Dies verdanken wir nicht zuletzt Hauswart Urs Raschle, der viele Arbeiten selber ausführen konnte, wodurch die Kosten im Rahmen blieben», betonte Elsbeth Roth. Die Umbauten beinhalteten unter anderem den Abbruch der Kochschule im Untergeschoss. An ihrer Stelle wurde der neue Werkraum eingerichtet. Anstelle des bisherigen Werkraums im Erdgeschoss wurde ein Lehrer- und Vorbereitungszimmer eingerichtet, während im alten Vorbereitungsraum nun ein Bastelraum für den Kindergarten zur Verfügung steht.

Auch dank dieser Minderkosten für den Umbau in Höhe von rund 5800 Franken konnte die laufende Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von knapp 21 000 Franken abschliessen. Dieser Betrag wurde laut Geschäftsbericht an die Gemeinde Hemberg zurückbezahlt, erläuterte Elsbeth Roth.

Steigende Schülerzahlen

Für 2012 sind für die zweite Etappe 130 000 Franken im Budget vorgesehen. So soll die ganze WC-Anlage für die Schüler erneuert und gleichzeitig die Lehrer-Toilette in ein Invaliden-WC umgebaut werden. Weitere 50 000 Franken sind für die Erneuerung der Informatikanlage in den beiden Schulhäusern Dreieggli und Bächli sowie für die Beschaffung neuer Computer vorgesehen.

Bezüglich Schülerzahlen könne die Primarschulgemeinde Hemberg positiv in die Zukunft schauen. So werde in der Kindergarten-Unterstufenklasse im «Dreieggli» mit 28 und im «Bächli» mit 20 Kindern gerechnet. In der fünften und sechsten Klasse im «Dreieggli» plane die Schule mit 23, in der dritten und vierten Klasse im Schulhaus Bächli mit 21 Schülern.

Die Leitung der Primarschule Hemberg übernimmt künftig Susanne Wolf aus Stein SG. Die bisherige Schulleiterin Ursula Poschung tritt nach dreijähriger Tätigkeit zurück, um sich anderen Aufgaben zu widmen.

Positive Gemeinderechnung

Auch die Politische Gemeinde Hemberg kann das Jahr 2011 mit einem positiven Ergebnis abschliessen. Der Betrag, der dem Eigenkapital zugewiesen werden soll, beläuft sich nach Abzug des Lastenausgleichs des Kantons auf rund 114 500 Franken, erläuterte Walter Fischbacher, Gemeindepräsident von Hemberg.

Für 2012 sind Gesamtinvestitionen von rund 2,7 Millionen Franken vorgesehen. Davon entfallen alleine 1,4 Millionen Franken auf Akontozahlungen für das Alters- und Pflegeheim Brunnadern. Beiträge in der Höhe von 204 000 Franken werden an die Wasserkorporationen Bächli und Hemberg für die Ausbauetappen Harzenmoos und Rigelschwendi für die Löschwasserversorgung geleistet. Zudem soll der Werkhof an der Wattwilerstrasse für 65 000 Franken saniert werden. Die Felsböschung unterhalb der Harzenmoosstrasse sei schon seit längerem instabil und bedrohe auch die Gemeindestrasse zwischen Unterharzenmoos und Schwanzbrugg. Nach Abklärungen des Ingenieurbüros FS Geotechnik habe der Gemeinderat entschieden, die Felsböschung zu stabilisieren und damit die Sicherheit des Strassenverkehrs wieder zu gewährleisten. Dafür sei in der Investitionsrechnung 2012 ein Betrag von 657 000 Franken vorgesehen, so Walter Fischbacher.

Um Ersatz zu finden für die zurücktretenden Schulräte Max Fent und Heidrun Alder sowie für Cornelia Schlegel, die aus der GPK zurücktritt, werde eine Findungskommission eingesetzt.

Entwurf Gemeinschaftsgrab

Schliesslich stellte Walter Fischbacher einen Projektentwurf für ein Gemeinschaftsgrab vor, der auf Anregung aus der Bevölkerung in Auftrag gegeben wurde. Er präsentierte eine Plastik, die drei mal drei Meter misst und mit oder ohne einem integriertem Brunnen realisierbar wäre. Messingplatten, die in der Steinplastik eingelassen werden könnten, wären für die Namen der Verstorbenen vorgesehen. Walter Fischbacher bat die Anwesenden um Rückmeldungen bis zur Bürgerversammlung, die wieder gemeinsam mit der Primarschulgemeinde am 28. März in der evangelischen Kirche Hemberg stattfindet.