HEMBERG: Ein Umzug quer über die Strasse

Bei strahlendem Sonnenschein konnte die Wohngruppe Lions des Sonderschulinternats ihr neues Wohngruppenhaus beziehen. Am Abend wurde gemeinsam mit den Handwerkern feierlich das rote Band durchschnitten und somit das Haus zur Nutzung freigegeben.

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Isabel Büder, Gruppenleiterin, durchschneidet das rote Band. Mitarbeitende und Jugendliche der Wohngruppe Lions nehmen ebenfalls an diesem symbolischen Akt teil. (Bild: PD)

Isabel Büder, Gruppenleiterin, durchschneidet das rote Band. Mitarbeitende und Jugendliche der Wohngruppe Lions nehmen ebenfalls an diesem symbolischen Akt teil. (Bild: PD)

Der Umzugsweg war kurz, denn das neuerworbene Brunnerhaus, eines der ältesten Häuser im Dorf Hemberg, liegt schräg gegenüber dem alten Gruppenhaus. Um einiges länger gestaltete sich der Weg, bis die Züglete überhaupt stattfinden konnte. Vor sechs Jahren bezog das Sonderschulinternat das alte katholische Pfarrhaus als Provisorium, weil das Haupthaus, in welchem drei Wohngruppen untergebracht waren, aus allen Nähten platzte. Die Suche nach einer dauerhaften Lösung zog sich in die Länge, denn ein Neubauprojekt auf dem Hauptareal konnte aus Kostengründen nicht realisiert werden.

Umso grösser ist nun die Freude über die heimeligen Räume in diesem historischen Gebäude. Neu verfügt jedes der Kinder und Jugendlichen über ein eigenes Zimmer, in dem sie sich selbst einrichten können.

Daniel Lehmann, Mitglied der Geschäftsleitung, betonte in seiner Ansprache, dass dies nicht ein Luxus, sondern eine Notwendigkeit sei. Denn es ist herausfordernd, mit seinen Schulkameraden nicht nur den Unterricht zu bestreiten, sondern auch unter der Woche im Internat zu leben. Da sei ein eigener, gemütlicher Rückzugsort wichtig. Weiter betonte er die Chance, mit diesem Haus mitten im Dorf zu sein. Denn die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, sich als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen und Verantwortung für ein gutes Miteinander zu übernehmen. Da die neue Gruppe nur wenige Meter zügelte, bleibt die Nachbarschaft beinahe dieselbe, und man kennt sich bereits. Schliesslich galt ein grosses Dankeschön dem Planer Hanspeter Schweizer und den Handwerkern aus der Region, welche unter Zeitdruck, das Haus innen renovierten, damit es den Ansprüchen und gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Bevor mit Wurst und Getränk gefeiert wurde, wünschte Daniel Lehmann den Mitarbeitenden und den Jugendlichen ein gutes Einleben im neuen Haus. (pd)