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Heli-Crash in Herisau: Mann stirbt auf Unfallstelle,  Frau verletzt im Spital – geborgen von einer helfenden Drittperson

Am Samstagnachmittag ist in Herisau ein Helikopter abgestürzt. Ein 59-jähriger Mann ist verstorben, eine 56-jährige Frau wurde schwer verletzt. Dass die beiden Insassen überhaupt aus dem brennenden Helikopter geborgen werden konnten, ist einer heran eilenden Drittperson zu verdanken. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr, kümmerte sie sich um Reanimation und Betreuung.

David Scarano/Jesko Calderara
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Ein Helikopter stürzte bei Herisau ab und brannte aus. (Bild: Raphael Rohner)

Ein Helikopter stürzte bei Herisau ab und brannte aus. (Bild: Raphael Rohner)

Beim verunfallten Helikopter handelt es sich laut der Ausserrhoder Kantonspolizei um einen Privat-Helikopter. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist dieser in Uerenbohl bei Sulgen im Kanton Thurgau gestartet und war in Richtung Alpstein unterwegs. Laut Augenzeugen soll der Heli gebrannt haben beim Absturz.

Rund 50 Angehörige der Feuerwehr im Einsatz

Im Einsatz standen unter anderem rund 50 Angehörige der Feuerwehr, 10 Kantonspolizisten sowie 3 Mitglieder des Rettungsdienstes. Der Notruf ging um 16 Uhr ein.

Am Samstagnachmittag verunglückte ein... (Bild: Raphael Rohner)
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... Helikopter in Herisau. Der Heli soll beim Absturz...(Bild: Raphael Rohner)
... gebrannt haben. Eine Frau wurde beim Absturz... (Bild: Raphael Rohner)
... schwer verletzt. Für einen Mann kam jede Hilfe zu spät. (Bild: David Scarano)
Die Rettungskräfte aus Polizei, ... (Bild: Raphael Rohner)
... Feuerwehr, Sanität und der... (Bild: David Scarano)
... Rega waren mit einen Grossaufgebot vor Ort. (Bild: David Scarano)
Das Gebiet um die Unglücksstelle wurde... (Bild: Raphael Rohner)
... grossräumig abgesperrt. Zur Klärung des Unfallhergangs... (Bild: David Scarano)
... wurden durch die Kantonspolizei... (Bild: Raphael Rohner)
... Spezialisten der Flugunfalluntersuchung SUST eingeflogen. Diese kamen direkt...  (Bild: Raphael Rohner)
...  mit einem eigenen Helikopter vor Ort. Die Spezialisten... (Bild: Raphael Rohner)
... untersuchten die Unglücksstelle und... (Bild: Raphael Rohner)
... sicherten Spuren. Vom verunglückten Helikopter... (Bild: Raphael Rohner)
... ist nicht mehr viel übrig. Das Wrack wurde in der Nacht abtransportiert. (Bild: Raphael Rohner)

Am Samstagnachmittag verunglückte ein... (Bild: Raphael Rohner)

Die Absturzstelle befindet sich zwischen Herisau und Hundwil, im Gebiet Saum. Ein Nachbar berichtet, dass der Helikopter vor dem Absturz sehr tief über den Bäumen geflogen sei. Auffällig waren auch die Geräusche. Es habe «geschnattert», sagte der Herisauer.

Die Unfallursache sowie de der Hergang des Crashs waren gemäss Ueli Frischknecht, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei, am Nachmittag vorerst unklar. Ebenfalls stand offen, wie viele Personen beim Absturz involviert waren.

«Helikopter hat geschnattert»

Am Samstagabend orientierte die Kantonspolizei erneut über den Absturz. Sprecher Ueli Frischknecht informierte, dass beim Eintreffen der Rettungskräfte bei der Örtlichkeit Burg das Wrack bereits brannte. Durch die Feuerwehr Herisau konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Die beiden Insassen, ein 59-jähriger Mann und eine 56-jährige Frau, wurden durch eine Drittperson geborgen.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimation und Betreuung, verstarb der Mann noch auf der Unfallstelle. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen durch die Rega ins Spital geflogen. Die beiden Passagiere sind im Kanton Thurgau wohnhaft.

Die Bergungsarbeiten des Helikopter-Wracks dauerten bis in die Nacht an. «Das Wrack des Helikopters wurde geborgen, die Aufräumarbeiten waren etwa um 23.30 Uhr abgeschlossen», sagt Ueli Frischknecht gegenüber «FM1Today». Das Wrack befindet sich nun in einer Halle in St.Gallen, bevor es für die Untersuchung der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) nach Payerne gebracht wird.

Die Leitung der Untersuchung liegt nun in den Händen der Schweizer Bundesanwaltschaft. Involviert ist auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST). Diese ist die staatliche Bundesbehörde. Sie hat den Auftrag, unter anderem Unfälle und gefährliche Ereignisse von Luftfahrzeugen zu untersuchen.