Heli-Absturz in Krinau untersucht

Damals

Drucken
Teilen

Vor 100 Jahren

6. Oktober: Wattwil. Vergangenen Sonntagnachmittag versammelte sich im «Sternen» Wattwil der hiesige Gewerbeverein. Es war der Kommission gelungen für diese Tagung zwei tüchtige Referenten zu gewinnen, welche durch ihre zeitgemässen Thema die ziemlich zahlreich anwesenden Mitglieder beinahe 3 Stunden im Banne zu halten vermochten. Nach Erledigung kurzer Vereinsgeschäfte übergab der Vorsitzende das Wort dem ersten Referenten, Herrn Burkhardt aus Zürich, welcher in kurzgefasstem, aber formvollendetem Vortrag uns «Zwecks und Ziele des schweizerischen Kreditschutz-Vereins» vor Augen führte. Mit genau gleichem Interesse folgten die Anwesenden dem zweiten Vortrage, gehalten von Herrn Sutter, Bücherexperte aus Zürich, über: «Einfache Buchhaltung und Kalkulationswesen». Leider ist nur allzu wahr, dass es namentlich im Handwerkerstand punkto Buchführung noch gewaltig happert, und dass noch so viele Professionisten es mit den nötigen Eintragungen zu wenig ernst nehmen. Nach gewalteter Diskussion haben sich eine schöne Anzahl der Anwesenden zur Teilnahme an einem Buchhaltungskurs angemeldet.

Vor 50 Jahren

9. Oktober: Lichtensteig. Anstands- und Tanzkurs. Der Tanz – als Ausdruck des gesellschaftlichen Lebens – war zu allen Zeiten der Gradmesser einer hochstehenden Kultur. Der Tanz gehört zur Allgemeinbildung des Menschen. Tanzen bedeutet im besten Sinne des Wortes: Lebensfreude! Und Höflichkeit, nette Umgangsformen, gute Sitten sind ein Stücklein Volkskultur, die, so oft unterschätzt, doch an jedem Menschen, jung oder alt, der sie ausübt, angenehm auffallen. Tanzkurse sind heute eine Notwendigkeit geworden und besonders für die Jugend, die sich schon früh auch gesellschaftlich zurechtfinden muss, von grossem Nutzen. Es kommt nicht darauf an, was man tanzt, sondern wie man tanzt!

Vor 20 Jahren

9. Oktober: Krinau. Heli-Absturz untersucht. Aus unerklärten Gründen im Nebel geflogen. Der Unfall ereignete sich bei Krinau oberhalb von Wattwil. Die Maschine war am Morgen in Kloten mit Ziel Amriswil gestartet. Bei den Passagieren handelte es sich um drei Geschäftsleute. Der Retourflug, auf dem sich das Unglück ereignete, war auf der gleichen Route vorgesehen. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartementes kommt in seinem Bericht zum Schluss, dass der Rückflug vom Wetterverhältnis her problemlos hätte absolviert werden können. Es bleibe unklar, weshalb der Flug nicht in grösserer Flughöhe durchgeführt worden sei, wo klare Flugbedingungen geherrscht hätten. Der Pilot flog mit reduzierter Geschwindigkeit durch den Nebel. Dabei kollidierte er mit Baumkronen. Der Helikopter stürzte ab, fing Feuer und wurde vollständig zerstört. Die vier Insassen starben noch auf der Unfallstelle.

Vor 10 Jahren

5. Oktober: Ebnat-Kappel. Ebnat-Kappel muss im nächsten Jahr einen neuen Gemeindepräsidenten wählen. Amtsinhaber Arthur Lieberherr tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Arthur Lieberherr ist in der Gemeinde Ebnat aufgewachsen und hat auf der damaligen Gemeindeverwaltung die Lehre gemacht. Seine Ausbildung sei genau in die Zeit der Gemeindeverschmelzung Ebnat und Kappel gefallen, erzählt er, und er sei stolz gewesen, dass er bei der Zusammenführung der Gemeindeverwaltungen auch in Kappel helfen durfte. Es sei nie sein Ziel gewesen, Gemeindepräsident zu werden, sagt Arthur Lieberherr. Aber das Amt in Ebnat-Kappel, zurück bei seinen Wurzeln, habe er sehr gerne angenommen. «Die Arbeit als solches hat mich nie belastet», fügt er hinzu. «Ich kann mir auch keinen interessanteren Job vorstellen.»