HEIMSIEG: Weiterhin ungeschlagen

Der SC Herisau tat sich am vergangenen Samstag gegen den EV Dielsdorf-Niederhasli lange Zeit schwer. Erst spät kam er in die Partie zurück. Der umjubelte Spieler war Torhüter Klingler.

Patrik Kobler
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Mann des Spiels war Herisaus Goalie Marc Klingler. Er bewahrte seine Mannschaft mit spektakulären Paraden vor der Niederlage. (Bild: Patrik Kobler)

Mann des Spiels war Herisaus Goalie Marc Klingler. Er bewahrte seine Mannschaft mit spektakulären Paraden vor der Niederlage. (Bild: Patrik Kobler)

Patrik Kobler

patrik.kobler@appenzellerzeitung.ch

Nach Spielschluss durfte sich Goalie Marc Klingler die Gratulationen seiner Teamkollegen abholen. Wäre er nicht gewesen, Herisau hätte gegen Dielsdorf-Niederhasli das Eis als Verlierer verlassen. Die Parade des Jahres zeigte er in der Verlängerung, als das Heimteam ausgespielt war und die Gäste den Puck nur noch ins leere Tor einzuschiessen brauchten. Die Niederlage schien unabwendbar, doch von irgendwo hechtete Klinger heran und wehrte die Scheibe mirakulös ab. Der Szenenapplaus der 268 Zuschauer war kaum verebbt, als Jeitziner den Puck auf der Gegenseite im Tor versenkte. Damit endete der Abend doch noch erfolgreich, obwohl Herisau lange keine überzeugende Leistung gezeigt hatte. Das Spiel plätscherte zwei Drittel vor sich hin. Für den grössten Unterhaltungswert sorgten die Schiedsrichter mit ihren diskutablen Entscheiden. Es war keine überharte Partie. Trotzdem verteilte das Duo nicht weniger als ein Dutzend Strafen. Yanick Widmer musste – für die Zuschauer nicht nachvollziehbar – in der 32. Minute sogar vorzeitig unter die Dusche. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste mit 2:1 in Führung. Der SC Herisau fand nur schwer ins Spiel. Erst im Schlussabschnitt zeigte er seine Qualitäten auf. Es waren aber die Zürcher, die mitten in der Druckphase der Appenzeller, in der 50. Minute den dritten Treffer erzielten. Das Heimteam gab sich aber noch nicht geschlagen. Bloss zwei Minuten später kam es durch Timo Koller wieder auf 2:3 heran.

Strafen halfen bei Aufholjagd

Als Felchlin in der 55. Minute die Führung erneut ausbaute und SCH-Spieler Noser kurz darauf eine Strafe kassierte, schien die Partie entschieden. Doch dann beorderten die Schiedsrichter auch noch zwei Gästespieler auf die Strafbank. Und so hatte Heris­au in der Schlussphase sogar die Möglichkeit in doppelter Überzahl zu spielen. Prompt fiel, kurz nachdem der erste Gästespieler von der Strafbank aufs Eis zurückgekehrt war, das 3:4. Danach blieben immer noch fast zwei Minuten zu spielen. Herisau nahm den Torhüter vom Eis und drängte auf den Ausgleich. Und tatsächlich: Rund 30 Sekunden vor dem Ende erzielte Noser den Treffer zum 4:4. Spätestens jetzt war der heimische Anhang wieder glücklich mit der Mannschaft, die in dieser Saison in zwölf Meisterschaftsspielen ungeschlagen blieb. Die Zugabe in der Verlängerung setzte der Leistungssteigerung das Sahnehäubchen auf.

 

SC Herisau – EV Dielsdorf-Niederhasli 5:4 (0:1, 1:1, 3:2, 1:0)

Sportzentrum. – 268 Zuschauer. – Sr. Sprenger/Heider.

Tore: 19. Koch (Unterluggauer, Piaget) 0:1. 23. Hofer 0:2. 28. Pace (R. Popp) 1:2. 50. Hauri (Brunner) 1:3. 52. T. Koller (Speranzino, R. Popp. Ausschluss Unterluggauer) 2:3. 55. Felchlin (Koch) 2:4. 59. Pace (Grau; Ausschluss Laible) 3:4. 60. Noser (R. Popp) 4:4. 63. Jeitziner (Grau) 5:4.

Herisau: Klingler; M. Koller, Rutishauser; Peter, Noser; Bleiker, Studerus; T. Koller, Widmer, Hausammann; R. Popp, Rotzinger, Speranzino; Grau, Pace, Jeitziner; M. Popp, Biefer.

Dielsdorf-Niederhasli: Gadient; Berchtold, Volkart; Burzanowski, Breiter, Kappenthuler, Schmid; Piaget, Koch, Unterluggauer; Felchlin, Laible, Narishkin; Hofer, Hauri, Brunner; Schönholzer.

Strafen: Herisau 5mal 2 Minuten und 5 Minuten plus Matchstrafe (Widmer). Dielsdorf-Niederhasli 6mal 2 Minuten.

Bemerkungen: 54:56 Time-out Herisau, Herisau ab 58:20 bis 59:28 ohne Torhüter.