Heimatschutz ist für ein redimensioniertes Projekt

Wie beurteilen Sie den Entscheid des Gemeinderats Herisau, die Einsprachen gegen den Migros-Neubau abzuweisen?

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Heinz Naef-Stückelberger Obmann Heimatschutz AR

Heinz Naef-Stückelberger Obmann Heimatschutz AR

Wie beurteilen Sie den Entscheid des Gemeinderats Herisau, die Einsprachen gegen den Migros-Neubau abzuweisen?

Er ist aus meiner Sicht falsch. Das Gebäude ist vom Volumen her zu gross. Unser Vorstand ist der Ansicht, dass sich der Neubau städtebaulich schlecht einfügt. Ausserdem finden wir, dass der Brühlhof erhalten bleiben soll. Die Denkmalpflege hat noch vor wenigen Jahren Beiträge an die äussere Renovation des Hauses ausgerichtet.

Die Gemeinde verweist auf ein Fachgutachten, nach dem der Brühlhof heute für das Ortsbild keine grosse Bedeutung habe.

Diese Berichte wurden zwar sorgfältig erstellt, doch die Schlussfolgerungen sind aus unserer Sicht falsch. In unserem Vorstand beurteilen zwei Denkmalpfleger die Situation anders. Das erwähnte Fachgutachten hat die Gründe, welche für eine Schutzentlassung sprechen, stärker gewichtet. Das erstaunt nicht, denn ursprünglich gab die Migros den Anstoss für das Gutachten.

Wird der Ausserrhoder Heimatschutz seine Einsprache nun weiterziehen?

Ich gehe davon aus. Wir werden das weitere Vorgehen im Vorstand und auch mit unserem Anwalt besprechen.

Unter welchen Bedingungen könnten Sie einem Neubauprojekt zustimmen?

Wir haben nichts gegen einen Neubau. Einem redimensionierten Bauprojekt würden wir zustimmen, sofern der Brühlhof erhalten bleibt. Auch die Gebäudehöhen müssten vernünftig ausfallen. (mge)

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