Heimatschutz begrüsst Entscheid

Der Heimatschutz AR reagiert positiv auf die Ankündigung des Regierungsrates, die Baugesetzrevision zu stoppen. Er will weiterhin für die Beibehaltung der Ortsbildschutzzonen kämpfen. Diese hätten einige Vorteile, sagt Statthalter Ueli Rohner.

Jesko Calderara
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Der Heimatschutz wehrt sich gegen die Abschaffung der Ortsbildschutzzonen. (Bild: Michel Canonica)

Der Heimatschutz wehrt sich gegen die Abschaffung der Ortsbildschutzzonen. (Bild: Michel Canonica)

AUSSERRHODEN. Der Regierungsrat hat entschieden, den Entwurf des revidierten Baugesetzes zurückzuziehen. Mit dem Schritt kommt er einer Forderung der Gemeinden nach. Positiv auf die regierungsrätliche Ankündigung reagiert der Heimatschutz Appenzell Ausserrhoden. «Es ist eine weise Entscheidung, die uns freut», sagt Statthalter Ueli Rohner. Gegen die Vorlage habe es viel Widerstand gegeben. Der eingeschlagene Weg sei falsch gewesen, so Rohner. «Es macht keinen Sinn, das Baugesetz zu revidieren, ohne zu wissen, wie die Änderungen des Richtplans aussehen.»

Thema nicht vom Tisch

Auf Widerstand stösst beim Heimatschutz AR insbesondere die geplante Abschaffung der Ortsbildschutzzonen. Das revidierte Baugesetz sieht vor, diese durch eine Beratungspflicht zu ersetzen. Die Diskussionen über das Thema Ortsbildschutzzonen seien allerdings nicht vom Tisch, gibt Ueli Rohner zu bedenken.

Er weist in diesem Zusammenhang auf das neue Raumplanungsgesetz hin. Dieses verlange eine verdichtete Bauweise, was eigentlich sinnvoll sei.

Richtiges Vorgehen

Laut dem Vorstandsmitglied des Heimatschutzes besteht aber die Gefahr, dass historische Bausubstanz zerstört wird, um Platz für neue Häuser zu schaffen. Die Ortsbildschutzzone sei ein sinnvolles Instrument. Der Heimatschutz wolle deshalb daran festhalten, betont Rohner. Die drei Themengebiete Baugesetz, Nachführung des Richtplans und Mehrwertabschöpfung koordiniert zu behandeln, hält er für das richtige Vorgehen.

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