HEIDI EISENHUT AUF RANG 2 STEFAN STAUB WIRD DRITTERHEIDI EISENHUT AUF RANG 2: Heidi Eisenhut auf Rang 2

Drucken
Teilen

Mit deutlich weniger Stimmen als die Siegerin belegt Heidi Eisenhut den zweiten Rang bei der Wahl zum Appenzeller des Jahres. Seit 2006 leitet sie die Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden. Seither sammelt Eisenhut unermüdlich alle Schriftstücke im Kanton und leistet damit einen wertvollen Beitrag für jetzige und kommende Generationen. Mit ihrer Arbeit schafft sie ein Abbild des Lebens mit seinen Eigenheiten und Bräuchen. Ihr Lieblingsbuch der grossen Sammlung: «Die Discourse der Mahlern» aus dem 18. Jahrhundert, an dem der Arzt Laurenz Zellweger von Trogen mitgearbeitet hat. Die 40-Jährige wuchs im ausserrhodischen Wald auf und besuchte die Kantonsschule in Trogen. Nach der Matura studierte sie in Zürich Geschichte, Deutsche Literatur und Philosophie, wirkte im Ausserrhoder Heimatschutz mit und veröffentlichte mehrere Bücher. Neben ihrer Tätigkeit als Kantonsbibliothekarin hat Heidi Eisenhut noch Zeit gefunden, sich als Mitherausgeberin der kürzlich erschienenen Appenzeller Anthologie zu betätigen.

Hinter den beiden Erstplatzierten Ida Steinemann und Heidi Eisenhut wird Stefan Staub bei der Wahl zum Appenzeller des Jahres Dritter. Er ist seit fünf Jahren Pfarreileiter der Pfarrei Teufen-Bühler-Stein. Der Diakon wünscht sich eine Kirche, die nahe beim Menschen ist, und handelt auch selbst nach diesem Grundsatz. Nachdem er von den grossen Flüchtlingslagern in der autonomen Republik Kurdistan gehört hatte, begeisterte er seine Pfarrei für die Idee eines Hilfskonvois. Drei Monate haben er und freiwillige Helfer Geld, Kleider, Rollstühle und vieles mehr gesammelt. Zusammengekommen sind drei Lastwa-

gen voller Hilfsgüter und Zehntausende Franken an Geldspenden. Die Hilfe war bestimmt für ein Flüchtlingslager in Nordirak mit 20 000 Menschen. Eine Delegation mit Stefan Staub und anderen Personen reiste extra nach Kurdistan, um die Verteilung der Hilfsgüter aus dem Rotbachtal zu begleiten.