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HEIDEN: Unbekannte setzen zwei Säuli in einem Privatgarten in Heiden aus

In Heiden wurden über Nacht zwei Schweinchen in einem Garten ausgesetzt. Woher die beiden rosafarbenen Gäste kommen, weiss bislang niemand. Beim Tierschutz und auf Facebook sorgt der Vorfall für Entrüstung.
Stephanie Martina/Fm1today
Nach den Strapazen der vergangen Tage lassen es sich dei beiden Säuli in Heiden gut gehen. (Bild: zVg)

Nach den Strapazen der vergangen Tage lassen es sich dei beiden Säuli in Heiden gut gehen. (Bild: zVg)

Dieser Artikel erschien zuerst am 23. Februar 2018 auf FM1Today.

Über Nacht wurde eine Frau aus Heiden unfreiwillig Besitzerin von zwei fremden Schweinchen. Die beiden Tiere wurden in der Nacht auf Mittwoch in ihrem Garten ausgesetzt. Wer sie dort «entsorgt» hat und woher sie kommen, ist bislang ein Rätsel. In der Hoffnung, mehr über ihre zwei rosafarbenen Gäste zu erfahren, stellte die Tochter ein Bild der beiden Säuli auf Facebook. «Kennt jemand diese beiden Schweinchen? Sie wurden bei meinen Eltern über den Zaun geworfen. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind es zwei Hängebauchschweinchen. Sie sind noch etwas verstört, aber sie fressen und scheinen auch sonst gesund zu sein», schreibt sie dazu.

«Wer wirft denn zwei Glücksschweinchen weg…?»

Bis jetzt tappt die Familie aus Heiden, die anonym bleiben möchte, jedoch weiterhin im Dunkeln. Statt Hinweisen hagelt es Kritik. Kritik gegen die früheren Besitzer: «Egal aus welchen Beweggründen, es gibt keine Entschuldigung für so eine herzlose, miese und feige Tat», schreibt eine Userin. Eine andere meint: «Es gibt nie, nie einen Grund, einfach ein Tier wie ein Stück Dreck zu entsorgen. Man muss halt versuchen, eine Lösung zu finden, aber so etwas geht gar nicht. Die Menschen, die das gemacht haben, sollten sich schämen.» Eine weitere Frau kommentiert: «Mein Gott, was sind das für Monstermenschen?» Und jemand wundert sich: «Wer wirft denn zwei Glücksschweinchen weg…?»

Tierschützer, Polizei und Veterinäramt informiert

Beim Tierschutzverein Appenzeller Vorderland hat man Kenntnis von den ausgesetzten Schweinen. Sandra Hax hatte bereits Kontakt mit der Familie: «Die Tiere wurden total verantwortungslos in ein fremdes Gehege platziert. Da hat es bereits einen kastrierten Eber drin – im schlimmsten Fall hätte der Eber die Tiere angreifen können», sagt Hax. Das Verhalten des eigentlichen Besitzers der Tiere befremdet sie: «Für so etwas haben wir einen Tierschutz. Wer mit seinen Tieren überfordert ist, kann sich bei uns melden.»

Hax rät in einem solchen Fall, die Polizei einzuschalten. Das hätte man auch getan, sagt die Tochter der unfreiwilligen Säuli-Besitzerin: «Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet.» Die Polizei dementiert dies. Auf Nachfrage sagt Ueli Frischknecht, Mediensprecher der Kantonspolizei Ausserrhoden, dass lediglich eine Meldung eingegangen sei, keine Anzeige. «Solange niemand in diesem Fall Anzeige erstattet, wird die Polizei auch nicht aktiv.»

Neben dem Tierschutz und der Polizei ist auch der Veterinärdienst informiert. Genaueres zu den beiden Schweinchen weiss aber auch der Appenzeller Kantonstierarzt Sascha Quaile nicht. «Fest steht bisher erst, dass wir die Tiere ärztlich untersuchen werden, um sicherzugehen, dass sie keine Krankheiten übertragen.»

Schwein gehabt

Obwohl die zwei Säuli Schlimmes erlebt haben müssen, hätten sie es auch schlechter treffen können. Denn immerhin sind sie im Garten von Leuten gelandet, bei denen sie als Gäste auf Zeit willkommen sind. Die Tochter sagt: «So wie die Dinge im Moment stehen, werden die zwei Säuli vorerst bei meinen Eltern in Pflege bleiben und sich von den Strapazen der vergangenen Tage erholen dürfen.» So sind die Säuli irgendwie doch kleine Glücksschweinchen.

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