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Heiden macht einen Masterplan für die Zentrumsentwicklung

Die Vorderländer Gemeinde will attraktiver für Einheimische und Auswärtige werden. Um die zahlreichen geplanten Projekte zu koordinieren, sind Massnahmen nötig.
Karin Erni
Der Kirchplatz soll künftig nicht mehr durch Verkehr, sondern durch Menschen belebt werden. Bild: APZ

Der Kirchplatz soll künftig nicht mehr durch Verkehr, sondern durch Menschen belebt werden. Bild: APZ

Der Gemeinderat von Heiden hat einen Masterplan zur Zentrumsentwicklung erarbeitet, der am 29. Oktober der Bevölkerung vorgestellt wird. Projektleiter ist Gemeinderat Hans-Peter Häderli. Er unterstreicht die Wichtigkeit des Vorhabens:

«Heiden ist eine Entwicklungsgemeinde im Kanton. Sie darf und soll wachsen. Der Masterplan wurde erarbeitet, damit jeder sehen kann, was wann wo und zu welchen Kosten entstehen soll.»

Auf der Website www.zentrumsentwicklung-heiden.com ist der Plan aufgeschaltet. Durch Anklicken der farbigen Punkte auf der interaktiven Karte ist auf einen Blick ersichtlich, was an der jeweiligen Stelle bisher passiert ist, wie der aktuelle Stand ist und was in Zukunft geplant ist. «Die Planung umfasst einen Zeithorizont von 20 Jahren und wird periodisch nachgeführt», erklärt Häderli. Der Masterplan sei vor allem für die Gemeinde selbst ein wichtiges Instrument. «Einzelne Projekte können so aufeinander abgestimmt und ortsbildverträgliche Gesamtlösungen gefunden werden.» Wichtig für die Entwicklung des Masterplans war laut Häderli, dass die Bevölkerung sich im partizipativen Verfahren in zwei Echoräumen mit Ideen, Vorbehalten und Kritik einbringen konnte. «Die Bedürfnisse der verschiedenen Interessengruppen sind in die Handlungsfelder des Masterplans eingeflossen.»

Eine lange Liste von Projekten

Der Masterplan umfasst über 30 in Handlungsfeldern zusammengefasste Projekte aus den Bereichen Bebauungsstruktur, Freiraum und Verkehr. Die einzelnen Projekte sind nach Dringlichkeit mit drei Prioritätsstufen versehen. Zu den Massnahmen mit höchster Prioritätsstufe gehören die Neugestaltung des Bahnhofplatzes mit dem Bushof als neue ÖV-Drehscheibe. Es eilt, denn bis 2023 muss der Bahnhof wegen des Gleichstellungsgesetzes behindertengerecht sein. Ebenfalls als dringlich erachtet wird das Gesamtverkehrskonzept für Heiden. Seine primären Zielsetzungen seien die Reduktion der Lärmemissionen sowie die Aufwertung für Velofahrer und Fussgänger, so Häderli.

«Der Kirchplatz als Herzstück der Gemeinde ist heute nur durch Verkehr belebt. Hier soll ein neuer Begegnungsort entstehen und künftig Anlässe wie Märkte oder Konzerte stattfinden.»

Ein wichtiger Punkt ist die Parkierungssituation. Hier tut sich mit dem Kronenareal eine neue Möglichkeit auf. «Die Gemeinde prüft, ob sie sich an den Kosten für den Bau einer Tiefgarage mit rund 160 Parkplätzen beteiligen möchte.» Ob mit oder ohne Tiefgarage sei ein Parkierungskonzept mit Schwerpunkt Bewirtschaftung eine sinnvolle Investition in die zukünftige Entwicklung Heidens, ist er überzeugt. Weiter soll die sanierungsbedürftige Werdstrasse einen Kreisel erhalten. «Im heutigen Zustand dominiert der Verkehr das Bild und lenkt von den schönen Hausfassaden ab», so Häderli. Weil es sich bei der Kantonsstrasse um eine Ortsdurchfahrt handelt, hat sich der Kanton dafür bereit erklärt, zusammen mit der Gemeinde ein Betriebs- und Gestaltungskonzept zu erarbeiten, um die vielfältigen Interessen, die auf diesen Raum einwirken, berücksichtigen zu können.

Zu den Projekten zweiter Priorität gehören unter anderem die Aufwertung der Seeallee, des Kur- und des Lindenparks. Auf die Kosten aller geplanten Massnahmen angesprochen, sagt Häderli: «Natürlich kostet es einiges, aber eine Gemeinde muss investieren, um attraktiv zu bleiben. Der Masterplan ist ein Werkzeug, um auch die Kosten abschätzen und über die Jahre planen zu können.»

Die öffentliche Orientierungsveranstaltung zum Masterplan Zentrumsentwicklung findet am Dienstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr im Kursaal Heiden statt.

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