Heiden: Die Kreuzung am Lindenplatz wird umgebaut ++ Projekt ist eine Voraussetzung für den Ausbau der Nordstrasse

Ab Mitte August wird die Einmündung der Seeallee am Lindenplatz verlegt. Dadurch soll die Verkehrssicherheit erhöht und die Erschliessung des Gebiets Nord ermöglicht werden.

Jesko Calderara
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An der Kreuzung Lindenplatz in Heiden geschehen relativ viele Unfälle. Deshalb wird der Kanton nun aktiv.

An der Kreuzung Lindenplatz in Heiden geschehen relativ viele Unfälle. Deshalb wird der Kanton nun aktiv.

Bild: APZ

Die Erleichterung war gross, als der Gemeinderat Heiden Anfang Jahr den Durchbruch bei der Erschliessung des seit Jahrzehnten blockierten Gebiets Nord bekannt gab. Damit ist der Weg frei für die Neugestaltung des Einlenkers Nord. Die Arbeiten an diesem Strassenbauprojekt haben bereits begonnen, so wurde kürzlich das Haus Seeallee 16 abgebrochen..

Das Vorhaben hat nun Auswirkungen auf die Situation am Lindenplatz. Das Problem dabei: Die Einmündung Seeallee und die neue Lage der Nordstrasse liegen zu nahe beieinander. «Dies würde zu Konfliktpotenzial und unklaren Vortrittsverhältnissen führen», sagt Kantonsingenieur Urban Keller.

Keine Einspurstrecke mehr auf der Gruberstrasse

Ab Mitte August wird deshalb die Kreuzung Gruberstrasse-Poststrasse-Weidstrasse-Seeallee-Nordstrasse provisorisch umgebaut. Damit wird einerseits der Ausbau der Nordstrasse ermöglicht, andererseits soll die Anzahl Verkehrsunfälle reduziert werden, wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt. Durch die Abkröpfung der Seeallee kann die notwendige Distanz zwischen den beiden Einmündungen Nord und Seeallee geschaffen werden. Autos auf der Hauptachse von Grub nach Heiden bleiben vortrittsberechtigt. Sofern die Gemeinde das Verkehrsregime nicht ändert, kann man weiterhin von der Gruberstrassein die Seeallee einbiegen. Es wird an dieser Stelle künftig jedoch keine Einspurstrecke mehr geben.

Beim Kanton gab es Überlegungen, beim Lindenplatz einen Kreisel zu bauen. Gemäss Urban Keller würde sich ein solcher nicht gut vertragen mit dem geschützten Ortsbild des Biedermeierdorfs. Deshalb wurde diese Idee verworfen.

Ausbau der Nordstrasse erfolgt 2021

In einer ersten Phase wird die Kreuzung nur provisorisch umgebaut. Vor dem definitiven Umbau klärt die Gemeinde Heiden, wie künftig das Verkehrsregime auf der Seeallee aussehen soll. Ausserdem wird die Wirkung des Umbaus ein paar Monate lang überprüft. Verkehrsteilnehmer würden erfahrungsgemäss Zeit benötigen, um die Vorteile einer Neuerung zu erkennen, sagt Keller. Falls notwendig, könne das definitive Strassenbauprojekt noch angepasst werden, heisst es in der Medienmitteilung. Zudem werden Massnahmen ergriffen, um die bestehende Linde zu sichern.

Das Provisorium wird ab Mitte August realisiert. Der Ausbau der Nordstrasse erfolgt dann voraussichtlich in der Bausaison 2021. Die Verantwortung für den Kreuzungsumbau obliegt dem kantonalen Tiefbauamt. Für den Ausbau der Nordstrasse ist die Gemeinde Heiden zuständig. Sie übernimmt auch die Kosten für den provisorischen Umbau der Kreuzung von rund 50000 Franken.

Diese ist abgesehen davon ein Ort, wo regelmässig Unfälle geschehen. Die Anzahl ist sogar im schweizweiten Vergleich relativ hoch. Dieses Jahr gab es bereits zwei Unfälle. Häufigste Unfallursache sind Kollisionen beim Linksabbiegen von der Gruberstrasse in die Seeallee. Der Kanton und die Gemeinde Heiden erhoffen sich mit dem Umbau eine Senkung der Unfallzahlen.