HEIDEN: Im familiären und professionellen Betrieb

Das Spital Heiden öffnete am Samstag die Türen. Die rund 1000 Besucher trafen kaum Zutrittsschranken an, und das Personal informierte mit Herzblut über den Alltag im Spital Heiden. Auch Chefärzte, Geschäftsleitung und Verwaltungsräte waren anwesend.

Bruno Eisenhut
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Eine stattliche Anzahl Kantonsrätinnen und Kantonsräte sowie Gemeindepräsidenten begab sich auf den Rundgang. (Bilder: bei)

Eine stattliche Anzahl Kantonsrätinnen und Kantonsräte sowie Gemeindepräsidenten begab sich auf den Rundgang. (Bilder: bei)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut

@appenzellerzeitung.ch

Die Heidler Bevölkerung scheint zu «ihrem» Spital zu stehen. Am vergangenen Samstag öffnete das Spital um 10 Uhr für den Tag der offenen Türe. Fünf Minuten später war die Eingangshalle gerammelt voll. Für Führungen durch den Operationssaal verteilte das Personal Eintrittskarten. Fachärzte, Spezialisten oder Pflegepersonal begrüssten die Besucher in den einzelnen Abteilungen. «Seit Wochen hat sich das Personal auf diesen Tag vorbereitet», erklärt Paola Giuliani, Geschäftsführerin des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden gegenüber der «Appenzeller Zeitung». Die Mitarbeitenden hätten sich bis ins Detail mit dem Tag der offenen Tür auseinandergesetzt und letztlich darauf gefreut, die Öffentlichkeit über «ihr» Spital zu informieren. Wahrlich, das Personal empfing die Gäste freundlich und liebevoll. Beispielsweise informierte Peter Böhi, leitender Arzt des Standorts Heiden, im Gebärsaal über die soeben fertiggestellten baulichen Anpassungen in der Geburtenabteilung.

In den vergangenen Monaten habe die Debatte rund um den Spitalverbund bei der Bevölkerung Verunsicherung verschiedenster Art ausgelöst, sagt die Vorsitzende der Geschäftsleitung, Paola Giuliani. «Derart, dass der Bevölkerung nicht mehr bewusst ist, welch gute Infrastruktur am Spital Heiden vorhanden ist.» Den Tag der offenen Tür habe man nicht zuletzt deshalb durchgeführt, um die Öffentlichkeit von den Fähigkeiten zu überzeugen. So hoffte die Geschäftsführerin, die am Samstag viele der Besucher persönlich begrüsste, dass diese vom familiären und professionellen Betrieb Kenntnis nehmen werden.

Personal gewährte mit Stolz und Freude Einblick

In den vergangenen Wochen hätten die Mitarbeitenden immer wieder unter der Debatte rund um den Spitalstandort Heiden gelitten, hört man allenthalben. Davon war am Samstag aber nichts zu spüren. Mit Stolz und Freude gewährte das Personal Einblick in die verschiedenen Abteilungen. «Eine solche Haltung kann nicht als Direktive verordnet werden», hält Paola Giuliani fest. In der Tat, wer am Samstag durch die Gänge des Spitals Heiden ging, spürte die Offenheit und Freude der Mitarbeitenden.

Parlamentarier auf dem Rundgang

Die Besucher konnten unter anderem den Blutdruck messen lassen, an einem Model wurde eine Magenspiegelung vorgeführt und unterschiedliche Narkosemethoden wurden erklärt. Von besonderem Interesse waren aber die Geburtenabteilung und der Operationssaal. Während beim OP der im Normalfall kaum mögliche Zugang für einen Besuch sprach, waren es in der Geburtenabteilung die soeben fertiggestellten baulichen Veränderungen. Für wenig Geld sei hier etwas Schönes und Zeitgemässes entstanden, erklärte Paola Giuliani. Dann und wann hielten sich am Samstag auch werdende Eltern in diesen Räumlichkeiten auf, sogen die Stimmung auf und liessen sich vom anwesenden Personal beraten und informieren. Ehe die Türen für die Bevölkerung geöffnet wurden, machten sich Kantonsparlamentarier und Gemeindepräsidenten auf den Weg durch das Spital. Auch Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt und Verwaltungsratspräsidentin Christiane Roth weilten in Heiden. Gekommen sei die Bevölkerung aus der Region, bilanziert Geschäftsführerin Paola Giuliani. Insbesondere hätte sie auch viele Frauen aus dem Rheintal begrüssen dürfen. Deren Interesse habe der Geburtenabteilung gegolten.