HEIDEN: Gemeinderat wehrt sich

Der Gemeinderat beteiligt sich an der Volksdiskussion: Er wehrt sich gegen die Streichung des Spitalstandortes Heiden aus dem Gesetz.

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Das Spital Heiden gilt als wichtiger Arbeitgeber. (Bild: Benjamin Manser)

Das Spital Heiden gilt als wichtiger Arbeitgeber. (Bild: Benjamin Manser)

In seiner ersten Lesung hat der Kantonsrat im Gesetz über den Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) den Artikel 1, Absatz 2 gestrichen. Dieser besagte, dass der SVAR in Herisau und Heiden ein somatisches Spital und in Herisau ein psychiatrisches Zentrum führe. Damit hat die von 12 175 Personen unterzeichnete Petition, die genau diese Streichung verhindern wollte, im Kantonsrat kein Gehör gefunden. Das Spital Heiden sei tief in der Region Vorderland verwurzelt, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Es diene der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und führe zu einer Aufwertung der Standortqualität der Vorderländer Gemeinden. Zudem sei es ein wertvoller und volkswirtschaftlich bedeutsamer Arbeitgeber. Dem Gemeinderat ist es wichtig, den Standort Heiden nicht aus dem Gesetz zu streichen. Er ist der Meinung, dass Heiden und die Bevölkerung der Region ein Spital mit Rettungsdienst und 24-Stunden-Bereitschaft brauchen. Darum möchte er sich nun in der laufenden Volksdiskussion des Kantons einbringen.

Der Verwaltungsrat des Spitalverbunds und der Regierungsrat haben sich der Herausforderung gestellt, die drei Spitalstandorte wieder selbsttragend zu führen. Beide Gremien haben erklärt, dass an den drei Standorten festgehalten werde und eine Schliessung des Standorts Heiden nicht vorgesehen sei. Mit einer engen Zusammenarbeit, mit einer Überprüfung des Angebots zwischen den drei SVAR-Standorten und anderen Anbietern könnten Synergien genutzt und eine Besinnung auf Stärken der jeweiligen Institutionen erreicht werden. Die Wiedereröffnung der Geburtenabteilung im Spital Heiden sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung gewesen, so der Gemeinderat in seinem Schreiben weiter. Das Engagement des Spital Heiden, beispielsweise mit einem Tag der offenen Türe, wo Mitarbeitende, Spezialisten und Kaderärzte in geführten Besichtigungen zeigten wie das Spital und die Chirurgie funktionieren, trägt ebenfalls dazu bei, das Vertrauen zur Bevölkerung zu stärken. Das alles wurde aufgegleist mit dem noch gültigen Standortartikel im SVAR-Gesetz.

Der Gemeinderat ist der Meinung, dass die notwendige Strategieanpassung des SVAR durchaus mit dem bisherigen Gesetz möglich ist und eine Streichung des Standortartikels unterbleiben muss. (gk)