HEIDEN: Gemeinderat fordert Antworten

Seit dem Entscheid, einen Teil der Chirurgie an die Hirslanden Klinik auszulagern, herrscht Besorgnis über die Entwicklungen im Spital Heiden. Der Gemeinderat ist unzufrieden über die ungenügende Kommunikation und verlangt nun Transparenz bei Spitalverbund und Regierung.

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Die Entwicklung des Spital Heiden führt zu einer wachsenden Verunsicherung und Besorgnis in der Bevölkerung. (Bild: Ralph Ribi)

Die Entwicklung des Spital Heiden führt zu einer wachsenden Verunsicherung und Besorgnis in der Bevölkerung. (Bild: Ralph Ribi)

"Wir sind äusserst besorgt, wie sich der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung bei der Umstrukturierung des Spital Heiden verhalten", schreibt der Heidener Gemeinderat in einer Mitteilung. Bisher habe man dem Verwaltungsrat das Vertrauen gegeben und darauf verzichtet, die Medien einzubinden. "Doch durch die sich stetig verschärfende Situation im Spital Heiden und die unbefriedigende Kommunikation einer Gesamtstrategie fordern wir den Verwaltungsrat und die Regierung mit einem Schreiben zur öffentlichen Beantwortung der offenen Fragen auf."

Durch die Presse erfahren
So bezeichnet der Verwaltungsrat die Massnahmen im Spital Heiden als Teil einer Strategie. "Welchen Beitrag am Defizit trägt das Spital Heiden und wie wird der Standort Heiden langfristig gesichert?", will der Gemeinderat im Schreiben wissen.

Man sei enttäuscht dass man über die Presse erfahren musste, dass die personellen Entscheide von Ende Jahr auf April verlegt wurden. Weiter will der Gemeinderat wissen, wann die Mitarbeitenden erfahren, ob sie ihren Job behalten können und wie der Sozialplan aussieht.

Vertrauen wird aufs Spiel gesetzt
Das Kapital des Spitals sind seine Mitarbeitenden und das Vertrauen der Bevölkerung. Beides wird laut dem Heidener Gemeinderat aufs Spiel gesetzt: "Wie entwickeln sich die Belegungszahlen im Spital Heiden? Kann die Strategie so aufgehen?"

Dem Spitalverbund fehlen zehn Millionen Franken, heisst es weiter. Mit dem Sparprogramm habe der Regierungsrat mit fünf Millionen Franken dazu beigetragen. Abschliessend will der Gemeinderat wissen, welchen unternehmerischen Spielraum die Regierung deshalb dem Verwaltungsrat des Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden gewährt. (red.)