Heiden-Festival mit Attraktionen steht vor der Tür

Merken
Drucken
Teilen

Heiden Neue Volksmusik, Filmvorführungen, Late-Night-Show, Tanz-Workshops und ökumenischer Gottesdienst buhlen vom Freitag, 26., bis Sonntag, 28. Mai, um Gäste. «Am meisten freue ich mich auf die Well-Brüder aus’m Biermoos vom Samstagabend», verrät der Intendant des Heiden Festivals, Laurent Girard. «Die drei Bayern sind unverschämt gute Musiker, Sänger und Kabarettisten.» Knapp 20 verschiedene Formationen lassen Heiden zu einer Hochburg der neuen Volksmusik werden. Neben den Well-Brüdern und Boxgalopp aus der Gastregion Bayern konzertieren Formationen aus allen Regionen der Schweiz.

Nicolas Senn und Elias Bernet wagen am Eröffnungsabend den Spagat zwischen Hackbrett und Boogie-Woogie. Davor präsentiert Senn mit dem Hackbrettorchester Saitenherz und der Kapelle Marti-Odermatt junge Schweizer Talente. Letztere durfte im Januar den SRF-Viva-Nachwuchspreis entgegennehmen. Als Geheimtipp bezeichnet Girard das Trio Räss: «Das ist eine hochkarätige, schräge Truppe, die hier noch fast niemand kennt». Wie die meisten teilnehmenden Musiker haben auch diese drei eine fundierte klassische Musikausbildung genossen. Die zwei Schweizer und die Münchnerin präsentieren am Samstagnachmittag an verschiedenen Standorten ihre Vorführungen.

Film über eine Sammlerin

Mit dem Dokumentarfilm über Hanny Christen «Dänkt ächt eine a mi?» setzen die Organisatoren einen spannenden Kontrapunkt. Die Filmvorführungen berichten über eine unermüdliche Sammlerin von Instrumentalstücken alter Schweizer Volksmusik aus dem 19. Jahrhundert. Christen spürte diesen beinahe verlorenen Instrumentalstücken zwischen 1940 und 1960 nach und brachte ihre Sammlung auf rund 12000 Melodien. Die Hanneli-Musig, welche am Samstagnachmittag am Festival zu hören sein wird, beschäftigt sich heute ausschliesslich mit Christens Sammlung. Der Umgang der Hanneli-Musig mit diesen alten Volksmusikstücken könne jedoch durchaus als neuartig bezeichnet werden, weiss Girard.

«Unser Festival ist auch wetterfest geworden», sagt Girard. Auf das Festzelt auf dem Dunant-Platz wurde dieses Jahr verzichtet. Stattdessen finden die Hauptacts im Kursaal statt. Die Vorführungen auf dem Dunant- und dem Postplatz können bei Regen in den Kursaal oder ins Kirchgemeindehaus verschoben werden. Dies gilt vor allem auch für die Tanz-Workshops. Mit dem Lindensaal, dem Saal der Freien Evangelischen Gemeinde und im Kirchgemeindehaus stehen akustisch einwandfreie Säle zur Verfügung. Die Kursaal-Bar lädt am Freitag- und Samstagabend zum Schlummertrunk ein und bietet eine Late-Night-Show mit den Akkordeonisten Julien Gonzales und Rodrigo Mauricio. Am Sonntag bekocht Grill-Weltmeister Ueli Bernold, genannt Grill-Ueli, die Gäste auf der Seeallee. Am Morgen findet der ökumenische Gottesdienst statt. (pd)

Infos und Programm

www.heiden-festival.ch