HEIDEN: Der Teufel am Wanderweg

Die neue Themenwanderroute ist der Chindlisteiweg. Für das Tüfelskänzeli schuf Armin Burki eigens ein Kunstwerk.

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Das überlebensgrosse Kunstwerk von Armin Bürki ziert neu das Tüfelskänzeli, die erste Station des Chindlisteiwegs. (Bild: Peter Eggenberger)

Das überlebensgrosse Kunstwerk von Armin Bürki ziert neu das Tüfelskänzeli, die erste Station des Chindlisteiwegs. (Bild: Peter Eggenberger)

Der neue, im Ortszentrum von Heiden beginnende Rundweg mit fünf Haltestellen führt unter anderem zum legendären Chindlistei. Entlang der mystischen Route gibt es viel zu entdecken. Ganz speziell ist die geschnitzte Skulptur am Tüfelskänzeli, der ersten Station auf dem Wanderweg. Der wie eine Kanzel in den Abgrund hinausragende Felssporn soll in Urzeiten von jenen Frauen aufgesucht worden sein, denen Hexenzauber und Teufelsbund vorgeworfen wurde.

Passend zum Namen hat der Oberegger Armin Bürki von der Forstkorporation Appenzeller Vorderland ein überlebensgrosses Kunstwerk geschaffen. Der Wanderweg führt dann zur nächsten Station, dem sagenumwobenen Chindlistei. Dort sollen nach alten Überlieferungen in Zeiten der Gefahr kleine Kinder in den zwei Höhlungen in der Westwand versteckt worden sein. Ausserdem wurde der Stein bereits vor mehr als 1000 Jahren im Kloster St. Gallen von den Alemannen erwähnt: Bei (Hochzeits-)Bräuchen rutschten und sassen Frauen als Ritual der Wiedergeburt auf einem Ahnenstein, um eine Kinderseele spirituell zu empfangen. (pe/jm)