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HEIDEN: Der Kursaal wird 60

1957 wurde der neue Kursaal in Heiden eröffnet. In den Anfangsjahren galt der Saal mit Bar, Dancing und täglicher Livemusik als Attraktion der Ostschweiz.
Peter Eggenberger

Peter Eggenberger

Zum Leidwesen vieler Einheimischer und Kurgäste wurde im Herbst 1956 mit dem monumentalen, aus dem Jahre 1874 stammenden Kursaal ein Wahrzeichen abgebrochen. Angesichts seiner Baufälligkeit wurde auf eine Sanierung der Holzkon­struktion verzichtet. In der Folge entstand am gleichen Standort ein Neubau. Im Werbeheft «Appenzellerland» wurde der nach den Plänen von Architekt Otto Glaus erstellte neue Saal als «Attraktion der Ostschweiz mit fantastischem Dancing samt Bar und ständigem musikalischem Duo» angepriesen. Unter dem gleichen Dach befanden sich zudem das Restaurant Schwemme und ein Leseraum mit permanenten Gemäldeausstellungen.

Um den Saal zusätzlich zu beleben, planten die Initianten die Einrichtung eines Spielkasinos. Nachdem breite Kreise gegen eine «Spielhölle» mit fragwürdigem Publikum opponierten, wurde die Idee fallen gelassen. Heute ist die Gemeinde Eigentümerin, für dessen Bewirtschaftung das Hotel Heiden verantwortlich.

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