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HEIDEN: Altern auf dem Sunnematt-Areal

Die Kurwohnen AG will in Heiden eine Überbauung mit Pflegezentrum und Alterswohnungen samt Serviceleistungen realisieren. Zurzeit liegen die Pläne öffentlich auf. Das Vorhaben soll der Gemeinde verschiedene Vorteile bringen.
Jesko Calderara
Die Überbauung mit fünf Gebäuden ist neben dem ehemaligen Kurhaus Sunnematt in Heiden geplant. (Bild: Visualisierung: pd)

Die Überbauung mit fünf Gebäuden ist neben dem ehemaligen Kurhaus Sunnematt in Heiden geplant. (Bild: Visualisierung: pd)

HEIDEN. Auf dem Sunnematt-Areal ist ein grösseres Projekt geplant. Noch bis zum 12. Juli liegen der Teilzonen- und der Sondernutzungsplan für das Vorhaben «Pflegezentrum & Pension Sunnematt» öffentlich auf. Letzterer ersetzt den bisherigen Quartierplan, der aufgehoben wird. Als nächstes muss das 5500 Quadratmeter grosse Grundstück, welches unweit des Bahnhofs Heiden liegt, von der Kurzone in die Zone für Öffentliche Bauten und Anlagen umgeteilt werden. Als Projektentwicklerin und Investorin tritt die Kurwohnen AG auf. Deren Verwaltungsrat Daniel Nipkow sagt: «Wir sind überzeugt, dass unser Projekt den Gemeinden einen Schub verleiht.»

Sensato AG als Betreiberin

Die Pläne für die aus fünf Gebäuden bestehende Überbauung hat der Architekt Hubert Bischoff aus Wolfhalden im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens ausgearbeitet. Den Hauptteil bildet eine Pflegeabteilung mit 32 Pflegezimmern. Zudem sollen 32 Alterswohnungen mit Serviceleistungen plus Gästezimmer entstehen. Die gesamte Anlage wird alters- und behindertengerecht sein. Ein öffentlich zugängliches Restaurant und Tiefgaragenplätze gehören ebenfalls zum Komplex. Mit der Sensato AG, die in der Deutschschweiz bereits mehrere vergleichbare Betriebe erfolgreich führt, steht die Betreiberin des Pflegezentrums und der Alterswohnungen bereits fest.

Als Zielgruppe haben die Initianten den unteren Mittelstand im Auge. Ideal sei diese moderne Wohnform für Menschen ab ungefähr 70 Jahren, die noch eigenständig leben wollten, sagt Nipkow. In der Miete inbegriffen ist ein Dienstleistungspaket, das unter anderem Reinigungen, und Wäschewaschen sowie einen 24-Stunden Notruf beinhaltet. Bei Bedarf können Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden. Wer künftig zwischen Kirchplatz und Bahnhof mit Bodenseeblick wohnen will, muss dementsprechend in die Taschen greifen. Eine 2,5-Zimmer-Wohnung wird inklusive eines Basis-Dienstleistungspakets ungefähr 2500 Franken pro Monat kosten. Der Preis liege höher als in einem normalen Altersheim, sagt Nipkow. «Wir werden aber keinen Wohnraum für Reiche bauen.» Er sieht das Angebot als Ergänzung und keinesfalls als Konkurrenz zum Altersheims Quisisana oder zum Betreuungs-Zentrum.

Nicht zu viele Pflegeplätze

Der Vertreter der Kurwohnen zeigt sich überzeugt, dass der Bedarf für zusätzlichen altersgerechten Wohnraum in der Region gross ist. Nipkow verweist in diesem Zusammenhang auf die kantonale Pflegeheimplanung 2035, bei der das neue Pflegezentrum im Vorderländer Hauptort bereits berücksichtigt ist und wegfallende Plätze ersetzt. Demnach drohen keine Überkapazitäten.

Das vorliegende Projekt soll der Gemeinde mehrere Vorteile bringen. So versprechen die Investoren, 30 bis 43 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem müssten sie als Eigentümer der Immobilie in Heiden Steuern bezahlen, sagt Nipkow. Er weist noch auf einen anderen zu erwartenden Effekt hin. Erfahrungsgemäss werde ein wesentlicher Teil der künftigen Bewohner aus dem Ort selbst stammen. Es sei aber gut möglich, dass Heiden Zuzüger gewinne und damit zusätzliche Steuereinnahmen generieren werde, so Nipkow. Vor einer Zusatzbelastung bei den Pflegekosten muss sich dagegen die Gemeinde nicht fürchten. Denn gemäss dem Herkunftsprinzip kommt bei Auswärtigen der letzte Wohnort dafür auf.

Zukunft des Kurhauses offen

Der weitere Zeitplan des Bauprojekts hängt davon ab, wie zügig die planungsrechtlichen Schritte durchlaufen werden können. Im besten Fall entscheiden die Stimmberechtigten im Herbst über den Teilzonenplan. Läuft alles nach Plan, erfolgt Anfang 2017 die Baueingabe. Noch offen ist die künftige Nutzung des ehemaligen Kurhauses Sunnematt, welches nicht Bestandteil des Bauvorhabens ist. Laut Daniel Nipkow ist trotz Ideen noch nichts spruchreif.

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