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Ärger trotz eines guten Abschlusses

An der Generalversammlung der Raiffeisenbank Heiden wurde ein Rekordergebnis bekanntgegeben. Dennoch gab es seitens der Mitglieder kritische Voten.
Heinz Zingg, Verwaltungsratspräsident, und Jürg Baumgartner, Vorsitzender der Bankleitung. (Bild: ASZ)

Heinz Zingg, Verwaltungsratspräsident, und Jürg Baumgartner, Vorsitzender der Bankleitung. (Bild: ASZ)

Von einem «Rekordergebnis» sprach Heinz Zingg, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Heiden. Die Ausleihungen sind 2017 um 37 Millionen auf gesamthaft 688 Millionen Franken angestiegen, die Kundeneinlagen wuchsen um fünf und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft gar um 35 Prozent. Unter dem Strich schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Geschäftserfolg von 4,6 Millionen Franken ab. 3,6 Millionen werden hierbei den stillen Reserven zugewiesen. Nach Abzug der Steuern bleibt dann noch ein Jahresgewinn von rund 480 000 Franken. Alles in allem konnte Zingg anlässlich der Generalversammlung vergangenen Freitagabend in der Turnhalle Wies den anwesenden 1144 Mitgliedern einen guten Jahresabschluss präsentieren. So wie auch in den vergangenen Jahren. «Das ist ja schon fast langweilig», lächelte der Verwaltungsratspräsident. Fügte dann aber noch an: «Für Spannung sorgen andere.» Gemeint waren damit die Verfahren der Finanzmarktaufsicht gegen Raiffeisen Schweiz und dasjenige gegen den früheren Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Pierin Vincenz. Jener sitzt seit rund einem Monat in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Ungetreue Geschäftsbesorgung. «Diese Vorkommnisse werfen kein gutes Licht auf Raiffeisen», so Zingg. Der Verwaltungsratspräsident gab sich in seiner Rede grösste Mühe, keine vorverurteilenden Kommentare zu den Geschehnissen zu äussern. Dennoch war die Enttäuschung auszumachen. Die Raiffeisen-Gruppe habe einen Reputationsschaden erlitten. «Wo meines Erachtens aber Kritik nicht gerechtfertigt ist, ist die Aussage, dass das Genossenschaftsmodell veraltet sein soll», so Zingg. Die Raiffeisenbank Heiden sei bestrebt, die Werte von Raiffeisen weiter zu leben.

Kritische Stimmen seitens der Mitglieder gab es dann aber doch. Ob es nicht auch bei der Raiffeisenbank Heiden ein «Restrisiko» bezüglich solcher Vorkommnisse gebe, wollte ein Votant wissen. Zingg versicherte, dass viel getan werde, um ein solches zu minimieren. Und ein weiteres Mitglied regte sich darüber auf, dass die Verzinsung der Anteilscheine von sechs auf drei Prozent gesenkt wurde – trotz Rekordergebnis. Zingg zeigte Verständnis für die Kritik, fand jedoch, dass man sich trotzdem recht grosszügig zeige. Eine marktgerechte Verzinsung betrage zwischen 1,75 und 2,5 Prozent. Und da die sogenannte «notwendige Gesamtkapitalquote» 2024 angehoben wird, müsse man jetzt Vorsorge treffen, um dann nicht allenfalls die Erhöhung des Nennwerts der Genossenschaftsanteile ins Auge fassen zu müssen. Im Anschluss an die Generalversammlung trat dann die Jugendmusik Rehetobel auf.

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

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