HEIDEN: 45 Mitarbeitende verlieren ihre Stelle im Spital Heiden

Der Sozialplan für das Spital Heiden liegt vor. Von den Kündigungen sind rund 45 Mitarbeitende betroffen. Das Spital Heiden beschränkt sich ab April 2017 auf die Innere Medizin sowie Geburtshilfe. Die operative Tätigkeit der anderen chirurgischen Fächer wird in die Klinik am Rosenberg verlegt.

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Die Kündigungen im Spital Heiden werden im Januar 2017 ausgesprochen. (Bild: pd)

Die Kündigungen im Spital Heiden werden im Januar 2017 ausgesprochen. (Bild: pd)

Chirurgische Patientinnen und Patienten werden noch bis Ende März im Spital Heiden operiert. Danach wird die neue Aufgabenteilung mit der Klinik am Rosenberg umgesetzt, um Kosten zu sparen. Von der Verlegung der stationären Chirurgie sind rund 45 Mitarbeitende betroffen.

Die Kündigungen werden im Januar 2017 ausgesprochen, wie es in einer Mitteilung des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden (SVAR) vom Donnerstag heisst. Der Sozialplan tritt am 1. Januar in Kraft. Er wurde von einer paritätischen Verhandlungsgruppe erarbeitet. Die Ausserrhoder Regierung habe zustimmend vom Sozialplan Kenntnis genommen, heisst es weiter.

Mitarbeitende informiert
Die Mitarbeitenden des Spital Heiden wurden am Donnerstag über den Sozialplan informiert, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Rund 50 Prozent der betroffenen Mitarbeitenden sind über 40 Jahre alt. Zehn Personen habe inzwischen eine andere Stelle innerhalb des SVAR zugesichert werden können. Zudem hätten einige Mitarbeitende selber gekündigt und eine neue Stelle gefunden.

Ausserdem liefen Gespräche mit der Klinik am Rosenberg, um Vakanzen mit Mitarbeitenden des Spitals Heiden zu besetzen. Es könne aber noch nicht gesagt werden, wie viele Mitarbeitende vom Spital Heiden künftig in der Klinik am Rosenberg eine Stelle antreten können.

Beratungsservice
Die Kosten von 650'000 bis 750'000 Franken des Sozialplans trägt der Spitalverbund. Der SVAR unterstützt die Stellensuchenden und stellt einen internen Beratungsservice sicher. Die Entschädigungsregelung berücksichtigt die Dienstjahre, das Alter und den Beschäftigungsgrad.

Von den Kündigungen betroffen sind Mitarbeitende der Chirurgie, der Anästhesie, der Pflege sowie Mitarbeitende von logistischen Supportdienstleistungen wie Reinigung, Disposition und Sekretariat. Die Sozialpartner der betroffenen Berufsgruppen werden in den Sozialplan miteinbezogen.

Der Spitalverbund, zu dem auch das Spital Herisau und das Psychiatrische Zentrum in Herisau gehören, verzeichnete 2015 ein Defizit von knapp zehn Millionen Franken. Das Spital Heiden mit seinen 65 Betten und 280 Mitarbeitenden arbeitet nicht kostendeckend. (sda)